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Allgemeinmedizin 2. September 2013

Sensible Medikamentendaten

Keine Weitergabe von Apotheken in Österreich.

Entwarnung in Sachen Datensicherheit österreichischer Patienten im Bereich der Apotheken gaben aus aktuellem Anlass die Österreichische Apothekerkammer und die Pharmazeutische Gehaltskasse für Österreich.

Beide Institutionen sind Körperschaften öffentlichen Rechts und versichern, dass von ihnen keine wie auch immer gearteten Medikamentendaten an Privatunternehmen weitergegeben werden. Der Unterschied zu Deutschland: Dort sind die Apothekerrechenzentren in privater Hand, in Österreich nicht.

„Ich kann einen derartigen Datenskandal für Österreich ausschließen. Es ist nicht unsere Aufgabe und entspricht auch nicht unserem Selbstverständnis als öffentlich-rechtliche Körperschaft, Medikamentendaten an Dritte zu verkaufen.“, so Mag. pharm. Gottfried Bahr, Obmann der Pharmazeutischen Gehaltskasse, die die Rezeptverrechnung zwischen den öffentlichen Apotheken und den Krankenversicherungsträgern als eine der gesetzlichen Aufgaben in Österreich wahrnimmt.

„Sicherheit, Transparenz und Vertrauen stehen für uns Apotheker an oberster Stelle“, unterstreicht auch Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer. „Die Apothekerschaft hat sich immer für höchste Standards im Datenschutz eingesetzt. Unsere Patienten und deren Daten sind in den Apotheken sicher und gut aufgehoben.“

Die aktuell in die Medien geratene Firma IMS Health hat sich in Österreich an strenge datenschutzrechtliche Regeln zu halten. Sie erhält bei ihren Erhebungen in einzelnen Apotheken ausschließlich produktspezifische Absatzzahlen, aus denen nicht einmal ersichtlich ist, wie viele Kunden, geschweige denn welche Kunden die Apotheke aufsuchen.

Quelle: Presseinformation Österreichische Apothekerkammer

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