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Tab 1 männer

Tabelle 1: Die häufigsten Todesursachen von Männern in Österreich nach Alter im Jahr 2012

Tab 2 frauen

Tabelle 2: Die häufigsten Todesursachen von Frauen in Österreich nach Alter im jahr 2012.

Quelle: Statistik Austria, Todesursachenstatistik (2)
 
Allgemeinmedizin 3. Juni 2013

Statistik der Todesursachen in Österreich für 2012

Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs sind häufigste Todesursachen im höheren Alter.

Die Sterblichkeit nahm in den letzten zehn Jahren altersstandardisiert um 17 Prozent ab. Die sinkende Sterblichkeit an Herz-Kreislauferkrankungen war dabei in den letzten zehn Jahren bestimmend für das Ausmaß und die Geschwindigkeit des gesamten Sterblichkeitsrückganges.

 

Herz-Kreislauferkrankungen sind die mit Abstand häufigste Todesursache, insbesondere im höheren Erwachsenenalter. Laut Todesursachenstatistik von Statistik Austria verstarben im Jahr 2012 insgesamt 33.931 Personen (42,7%) an Herz-Kreislauf-Krankheiten, 20.266 Personen (25,5%) starben an Krebs.

Damit entfielen auf diese beiden Todesursachengruppen zusammen rund sieben von zehn Sterbefällen des Jahres 2012. Die übrigen Sterbefälle verteilten sich auf Krankheiten der Atmungsorgane (3.963 Personen oder 5,0%), der Verdauungsorgane (3.001 Personen oder 3,8%), auf sonstige Krankheiten (13.833 Personen oder 17,4%) und nicht natürliche Todesursachen (Verletzungen und Vergiftungen; 4.442 Personen oder 5,6%).

Während bei Todesfällen im mittleren Erwachsenenalter Krebs die Todesursache Nummer eins darstellt, dominieren im höheren Alter die Herz-Kreislauf-Krankheiten. So entfielen 2012 bei den 80- bis 89-Jährigen beinahe die Hälfte der Todesfälle auf diese Krankheitsgruppe, bei den 90-und-mehr-Jährigen sogar rund 60 Prozent.

Im Jahr 2012 verstarben in Österreich 79.436 Personen, davon waren 52,9 Prozent Frauen und 47,1 Prozent Männer.

Berücksichtigt man die insgesamt wachsende Bevölkerung und ihre kontinuierliche demographische Alterung, so sank die Sterblichkeit in den letzten zehn Jahren altersstandardisiert um 17 Prozent. Die sinkende Sterblichkeit an Herz-Kreislauferkrankungen war dabei in den letzten zehn Jahren bestimmend für das Ausmaß und die Geschwindigkeit des gesamten Sterblichkeitsrückganges.

Im mittleren Lebensalter am häufigsten Krebserkrankungen als Todesursache

Zwischen dem Sterbealter und den zugrunde liegenden Todesursachen zeigt sich ein klarer Zusammenhang. So waren rund drei Viertel aller Verstorbenen im Jahr 2012 70 Jahre oder älter. Die häufigsten Todesursachen dieser Altersgruppe waren Herz-Kreislauf-Krankheiten, gefolgt von Krebs sowie mit großem Abstand Krankheiten der Atmungsorgane und Ernährungs- bzw. Stoffwechselkrankheiten. Eine geringere Rolle spielen Krankheiten des Nervensystems, der Verdauungsorgane und Unfälle (siehe Tabellen 1 und 2).

Rund 22 Prozent aller Todesfälle traten zwischen dem 40. und dem 70. Lebensjahr auf, wobei der Großteil dieser Todesfälle auf Krebserkrankungen zurückzuführen war. Bei Männern waren die häufigsten Krebslokalisationen Lungenkrebs, Krebs der Bauchspeicheldrüse, Krebs des lymphatischen und blutbildenden Gewebes und Leberkrebs. Die Krebssterbefälle von Frauen dieser Altersgruppe waren hauptsächlich auf Lungen- und Brustkrebs und Krebs der Bauchspeicheldrüse zurückzuführen. Weiters sind für Personen im mittleren Erwachsenenalter bereits die Herz-Kreislauf-Krankheiten als Todesursache von Bedeutung – rund jeder fünfte Todesfall war 2012 dieser Krankheitsgruppe zuzurechnen. Krankheiten der Verdauungsorgane sind in diesem Alter ebenfalls eine relativ häufige Ursache für den Tod.

Bei Jugendlichen und bei jungen Erwachsenen unter 40 Jahren (zusammen rund zwei Prozent aller Sterbefälle) waren Unfälle die häufigste Todesursache, anteilsmäßig ebenfalls verhältnismäßig häufig waren Suizide (18,8%).

Bei den wenigen Todesfällen, die Kinder im Alter von ein bis unter zehn Jahren betreffen (80 Todesfälle im Jahr 2012), waren neben Fehlbildungen Unfälle und Krebs häufige Todesursachen.

Bei den Säuglingen (252 Todesfälle im Jahr 2012) waren Geburtskomplikationen und angeborene Fehlbildungen die häufigsten Ursachen für den frühen Tod.

Dataillierte Ergebnisse der Todesursachen finden sich auf der Website der Statistik Austria.

Methodische Informationen, Definitionen

Die Erhebung und Aufarbeitung der Sterbefälle erfolgt auf Basis der Meldungen der rund 1.400 Standesämter monatlich nach dem Ereignisort, die Veröffentlichung nach dem Wohnort. Sterbefälle von in Österreich wohnhaften Personen (Hauptwohnsitz), die im Ausland stattfinden, können von österreichischen Standesämtern derzeit statistisch nur unvollständig erfasst werden. Für die Sterbefälle werden ab dem Berichtsjahr 2009 Informationen aus anderen Datenquellen herangezogen, um im Ausland verstorbene Personen mit Wohnsitz in Österreich statistisch möglichst vollständig zu erfassen. Gemäß internationalen Vorgaben wird Sterbefällen mit unbekannter Todesursache der ICD-Code R99 zugewiesen. In Österreich stattfindende Sterbefälle von im Ausland wohnhaften Personen werden zwar erhoben und aufgearbeitet, sind aber in den publizierten Daten nicht enthalten. Ihre Zahl betrug im Jahr 2012 insgesamt 803 Gestorbene.

PA Statistik Austria, springermedizin.at

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