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Allgemeinmedizin 15. April 2013

Editorial

Zwischen der großzügigen Rezeptfreiheit für hochspezialisierte Arzneimittel in den USA und rigorosen Zugangsbeschränkungen zu Medikamenten anderswo spielt sich eine farbenfrohe Palette an Möglichkeiten ab. Bei den meisten Amerika-Besuchern löst die freie Verfügbarkeit von Herzmedikamenten, Cortison-haltigen Präparaten oder Beruhigungsmitteln im Drugstore Erstaunen aus - aber das Gesundheitssystem in der Neuen Welt funktioniert schließlich insgesamt nach ganz anderen Mechanismen. Und natürlich sind höher dosierte Medikamente auch nur mit ärztlicher Verschreibung in der „Pharmacy“ zu beziehen

Aber der Grundgedanke, dass ein kompetenter Ansprechpartner den Patienten vor dem falschen Medikament und seinen Wirkungen oder auch der nicht zusammenpassenden Kombination von Wirkstoffen bewahren kann, ist zweifellos sinnvoll. Diesen kompetenten aber doch gut verfügbaren Zugang vorausgesetzt, ist es umgekehrt bei manchen Arzneimitteln nicht ganz verständlich wieso die Verfügbarkeit für den Patienten bisweilen so stark reglementiert ist. So hat man sich etwa in Deutschland entschieden, die „Pille danach“ nur mit ärztlicher Verschreibung abzugeben, was doch eine beträchtliche Schwelle bedeutet. Die österreichische Lösung der Apothekenpflicht scheint da lebensnäher zu sein. Manchmal haben wir unseren deutschen Nachbarn ja doch etwas voraus meint Ihre

Verena Kienast, Apotheker Plus 3/2013

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