zur Navigation zum Inhalt
 
Allgemeinmedizin 23. Jänner 2013

Grippewelle in Österreich am Beginn

Vergangene Woche fast 10.000 Neuerkrankungen in Wien.

"Wir stehen momentan am Beginn einer Grippewelle." So fasst der Leiter des Departments für Virologie der Medizinischen Universität Wien, Franz X. Heinz, die Situation in Österreich zusammen. Sowohl in Wien als auch in Graz und in Innsbruck würde die Entwicklung der Krankenzahlen nach oben weisen. In Wien waren es laut den neuesten Angaben des Gesundheitsamtes von Dienstagnachmittag in der vergangenen Woche rund 9.900 Neuerkrankungen an Influenza und grippalen Infekten - nach etwa 8.900 in der vorangegangenen Woche.



Nicht nur die Zahlen aus Wien, auch Informationen des österreichweiten Influenza-Netzwerks zeigen im Trend laut Heinz nach oben. "Im Großteil der Einsendungen ist sind A(H1N1)-Viren nachzuweisen", sagte der Experte. Es handelt sich dabei um Viren vom Typ aus der Schweinegrippe-Pandemie, die sich 2009/2010 über die ganze Welt ausbreitete. Daneben grassiert in Österreich auch noch das A(H3N2)-Virus.

Impfstoff


Heinz: "Der diesjährige Influenza-Impfstoff passt perfekt. Man kann sich immer noch impfen lassen." In den USA grassiert bisher bei der saisonalen Influenza vor allem das "ältere" A(H3N2)-Virus. Horrormeldungen aus den Vereinigten Staaten über eine besonders schwere und heftige Influenza-Epidemie hatte der Virologe bereits vergangene Woche so kommentiert: "Ich habe mir die Zahlen des CDC (Center for Disease Control/Atlanta - nationales Zentrum für die USA) angesehen. Die sind für eine solche Grippewelle auch heuer nicht außergewöhnlich. Es gab schon ärgere Influenza-Wellen in den USA. Aber es zeigt, dass die Influenza eben keine ungefährliche Erkrankung ist."

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben