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Allgemeinmedizin 6. Dezember 2012

Mangel ausgleichen

Grippale Infekte sorgen für erhöhten Mikronährstoff-Bedarf

Im Herbst und Winter steigt die Zahl akuter Infektionen und grippaler Infekte, die das Immunsystem herausfordern. Um die Abwehr zu stärken, benötigt der Körper ausreichende Mengen an Mikronährstoffen wie Vitamine und Spurenelemente. Doch wie Untersuchungen zu durchschnittlichen Verzehrmengen in Deutschland und Österreich zeigen, ist eine ausreichende Versorgung in vielen Fällen durch die normale Ernährung nicht gewährleistet.

Bei akuten Infektionskrankheiten mit immunologischer Komponente (z. B. grippalen Infekten) werden verstärkt Mikronährstoffe metabolisiert. Diese kompensieren als Elemente des antioxidativen Systems den zunehmenden oxidativen Stress, der unter anderem aus einer erhöhten endogenen Produktion freier Radikale resultiert. Diese hochreaktiven Moleküle wirken gewebe- und zellschädigend.

Freie Radikale machen Immunzellen zu schaffen

Da Immunzellen einer besonders hohen Belastung durch freie Radikale ausgesetzt sind, genügt bereits ein geringfügiges Mikronährstoffdefizit, um die Funktionsfähigkeit des menschlichen Abwehrsystems zu beeinträchtigen. In der Folge können sich die Krankheitserreger leichter ausbreiten und das Risiko von Sekundärinfektionen steigt.

Der Ernährungsstatus der deutschen wie auch der österreichischen Bevölkerung ist in mehrfacher Hinsicht unzureichend. Selbst bei gesunden Menschen liegt die Zufuhr einzelner Mikronährstoffe unter den D.A.CH.-Referenzwerten. Dies gilt beispielsweise für Vitamin C, das fast jeder dritte Bundesbürger nicht in ausreichender Menge zu sich nimmt. Bei den meisten Menschen reicht daher die übliche Ernährung nicht aus, um den bei einem grippalen Infekt erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen zu decken.

Eine Mikronährstoffkombination kann den Mehrbedarf bei besonderen krankheitsbedingten Belastungen, beispielsweise bei grippalen Infektionen, decken, indem sie die Versorgung mit antioxidativen Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen optimiert. Auf diese Weise kann die Immunkompetenz verbessert und dem oxidativen Stress entgegengewirkt werden.

Krankheitsbedingten Mehrbedarf gezielt ausgleichen

Vor allem die antioxidativen Vitamine C und E sowie gemischte Carotinoide und Bioflavonoide spielen hier eine bedeutende Rolle. Sie unterstützen die Immunabwehr, indem sie freie Sauerstoffradikale neutralisieren und zum Zellschutz beitragen. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind Spurenelemente wie Zink und Selen. Sie dienen als Bestandteile antioxidativer Enzyme und stärken das Immunsystem. Studien zeigen, dass durch die nutritive Gabe einer Mikronährstoffkombination das allgemeine Infektionsrisiko sowie die Anzahl grippaler Infekte vermindert werden können. Auch die Infektionsbehandlung mit Antibiotika kann durch die Einnahme einer Mikronährstoffkombination reduziert werden.

Quelle: www.hausarzt-online.de

hausarzt-online.de, Apotheker Plus 10/2012

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