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Allgemeinmedizin 5. November 2012

Vitamin D

Zunehmend Hinweise auf anti-entzündliche Wirkung gegen entzündlich-rheuma tische Erkrankungen.

„Mit der Nahrung nehmen wir in der Regel nur sehr geringe Mengen Vitamin D auf“, stellte Heike Bischoff-Ferrari, Leiterin des Zentrums Alter und Mobilität der Universität Zürich beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) Mitte September in Bochum fest. Lediglich in fettem Fisch seien nennenswerte Mengen enthalten und davon müsste man täglich zwei Portionen essen. Unser Körper muss das Vitamin daher selbst produzieren - und benötigt hierfür das Licht der Sonne. „In unseren Breitengraden reicht die Sonnenintensität allerdings nur in den Sommermonaten aus, den Körper ausreichend mit Vitamin D zu versorgen und der Einsatz von Sonnenschutz Cremes vermindert zudem die hauteigene Vitamin D Produktion“, betont Bischoff-Ferrari.

Vitamin D-Mangel bei rheumatischen Erkrankungen

Wie eine aktuelle Studie zeigt, liegt auch bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen häufig ein Vitamin-D-Mangel vor. Hans-Eckhard Langer, Leiter der Schwerpunktpraxis für Rheumatologie, Klinische Immunologie und Osteologie am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf und sein Team untersuchten dafür das Blut von 641 Patienten. Nur bei einem Drittel der Erkrankten konnten sie eine optimale Versorgung mit Vitamin D feststellen, bei 7,8 Prozent zeigte sich ein schwerer Mangel. Selbst Patienten, denen bereits Vitamin-D-Präparate verschrieben worden waren, waren nur zu knapp 40 Prozent optimal versorgt. Womöglich müssten die geltenden Dosisempfehlungen neu überdacht werden, folgern die Autoren.

Vitamin D-Zufuhr besonders im Winter unterstützen

„Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung wirkt sich positiv auf die Muskel- und Knochengesundheit aus, außerdem bestehen Hinweise , dass sich die anti-entzündliche Wirkung von Vitamin D positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt“, erläutert Bischoff-Ferrari.

Die Expertin rät dazu - besonders in den Wintermonaten - den Mangel mithilfe von Vitamin-D-Präparaten auszugleichen: „Um Krankheiten vorzubeugen, müssen über das ganze Jahr hinweg stabile Vitamin-D-Spiegel erreicht werden“. Bislang gibt es Empfehlungen zur Vitamin-D-Einnahme lediglich für Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder, sowie für Senioren mit erhöhtem Osteoporose-Risiko. Ein Vitamin-D-Mangel tritt aber auch in den mittleren Altersgruppen häufig auf.

Quelle: REHACARE.de/DGRh

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