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Allgemeinmedizin 14. August 2012

Selbstmedikation: Der häufigste Rat lautet Arztbesuch

Die Selbstmedikation wirft in etwa 20 Prozent aller Fälle Probleme auf. Meist empfehlen Apotheker dann ihren Kunden zum Arzt zu gehen.

In der Hälfte dieser Fälle ist entweder die Selbstmedikation zur Lösung des gesundheitlichen Problems ungeeignet oder das gewünschte Präparat passt nicht. Das zeigte eine Untersuchung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).

75 Prozent der festgestellten Probleme traten in vier Bereichen auf:

• Die Selbstmedikation war ungeeignet (29,7 Prozent),

• Das Präparat war ungeeignet (20,5 Prozent),

• Es lag ein Missbrauch vor oder das Medikament wurde zu lange eingenommen (17,1 Prozent)

• Die Dosierung war falsch (6,8 Prozent).

Am häufigsten (39,5 Prozent) intervenierten die Apotheker, indem sie ihre Kunden an einen Arzt verwiesen. Zu einem anderen Arzneimittel wurde in 28,1 Prozent der Fälle geraten. Da die Patienten die Selbstmedikation meist nicht überblicken könnten, ist das gute Zusammenspiel zwischen Arzt und Apotheker besonders wichtig. Den Aufbau eines systematischen Kommunikationssystems zwischen den beiden Berufsgruppen forderte in diesem Zusammenhang ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf. Bisher hänge der Austausch stark von den individuellen Umständen ab und sei von sehr unterschiedlicher Qualität. „Wir sehen erheblichen Bedarf nach einer systematisierten und institutionalisierten Kommunikation“, sagte Wolf. Über dieses Thema gebe es nun in Deutschland bereits konkrete Gespräche zwischen Ärzten und Apo-thekern.ÄZ/ki

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