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Foto: photos.com
Nächtliche Krämpfe in den Beinen lassen viele nicht schlafen.
 
Allgemeinmedizin 16. Mai 2012

Wadenkrämpfe ausgelöst durch Medikamente

Gestörte Nachtruhe

Langwirksame Beta-2-Sympathikomimetika, Diuretika und Statine erhöhen das Risiko für nächtliche Wadenkrämpfe.

In Kanada wurde geprüft, wie Chinin gegen nächtliche Wadenkrämpfe nach einem Medikament verordnet wird, das Ursache der Wadenkrämpfe sein könnte. Die Verordnungen wurden der Datenbank in British Columbia entnommen.

Innerhalb von fünf Jahren wurde Chinin 1.590-mal nach Diuretika, 1.326-mal nach Statinen und 576-mal nach langwirksamen Beta-2-Sympathikomimetika verordnet. Diese drei Medikamente bzw. teils auch ihre Untergruppen führten gehäuft zur Verordnung von Chinin (Tabelle).

Unter Berücksichtigung der Kontrollgruppen – umgekehrte Reihenfolge der Verordnungen – führten damit alle drei Medikamente zu nächtlichen Wadenkrämpfen, am häufigsten langwirksame Beta-2-Sympathikomimetika (2,42-fach), gefolgt von Diuretika (1,47-fach) und Statinen (1,16-fach).

Garrison, S. R. et al.: Archives of Internal Medicine2012; 172: 120–6; doi:10.1001/archinternmed.2011.1029

Springermedizin.de, Ärzte Woche 20 /2012

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