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Allgemeinmedizin 26. März 2012

Österreichs Verdauung im Visier

Eine rezente Umfrage macht deutlich: Jeder Vierte hält Magen-Darm-Probleme für normal.

Laut einer aktuellen, repräsentativen Studie1 leiden 52 Prozent der Österreicher häufig oder zumindest hin und wieder unter Verdauungsproblemen. Ein gutes Zehntel der Bevölkerung (11 Prozent) kämpft sogar permanent damit. Gesprochen wird allerdings nicht gern darüber.

Ein Drittel der Bevölkerung (34 Prozent) spricht Probleme mit der Verdauung im Freundes- oder Bekanntenkreis genauso wenig an wie das Thema Depressionen (37 Prozent). Im Gegensatz dazu haben die Österreicher weniger Probleme, über Übergewicht (18 Prozent), einen zu hohen Cholesterinspiegel (neun Prozent) oder Bluthochdruck (sechs Prozent) zu sprechen.

Mehr als ein Viertel (26 Prozent) aller Befragten mit Verdauungsproblemen gab an, dass Magen- und Darmprobleme normal sind und Betroffene daraus keine große Sache machen sollten.

Probleme und ihre Folgen

Personen, die oft oder manchmal mit Verdauungsproblemen zu kämpfen haben, fühlen sich unterdurchschnittlich gesund. Im direkten Vergleich dieser Gruppe mit Personen, die dahingehend keine Probleme haben und ihren Gesundheitszustand als allgemein sehr gut beurteilen, steht das Verhältnis 20 zu 50 Prozent.

Frauen und die Altersgruppe ab 50 Jahren sind besonders häufig mit Verdauungsproblemen konfrontiert.

Die Hauptprobleme bei der Verdauung sind Blähungen (32 Prozent), Sodbrennen (28 Prozent), Durchfall (24 Prozent), Verstopfung bzw. harter Stuhl (23 Prozent) sowie das Reizdarmsyndrom (11 Prozent).

Bedeutung einer guten Verdauung

Für 57 Prozent der Österreicher ist eine gut funktionierende Verdauung sehr wichtig für ihr persönliches Wohlbefinden und ihre Lebensfreude. Weitere 28 Prozent halten dies zumindest für wichtig.

Nur für eine Minderheit von vier Prozent hat der reibungslose Ablauf des täglichen Stuhlgangs einen geringen Stellenwert. Dabei steigt die Wichtigkeit einer gut funktionierenden Verdauung proportional mit der Höhe des Einkommens.

Knapp zwei Fünftel (37 Prozent) sind davon überzeugt, dass sich Verdauungsprobleme auf die Gemütslage und die Lebensfreude auswirken, 46 Prozent glauben dies zumindest teilweise. Nur eine Minderheit von sechs Prozent sieht dies anders. Insbesondere die sogenannten „Sufferer“ sind von diesem Zusammenhang überzeugt.

Ursachen

Als zentrale Ursachen nannten 60 Prozent der Befragten unausgewogene Ernährung, also zu wenig frisches Obst und Gemüse.

Für 51 Prozent sind zu viel Stress und die allgemeine Überlastung im Alltag die wichtigsten Auslöser für Verdauungsprobleme. Weiters folgen zu wenig Flüssigkeitsaufnahme und die generelle Bewegungsarmut beziehungsweise zu wenig Sport. 38 Prozent der Befragten verbinden Stress am Arbeitsplatz mit Verdauungsproblemen.

21 Prozent aller Befragten glauben, dass sich eine gestörte Verdauung auch auf andere Organe und Körperfunktionen auswirkt.

1 Umfrage „Der Stellenwert einer funktionierenden Verdauung in den Augen der Bevölkerung. Repräsentative Befragung der österreichischen Bevölkerung“, durchgeführt von : IMAS International im Auftrag von Institut Allergosan. n=1.002, österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre, Dezember 2011.

 

Quelle: Präsentation „Die Caricol®-Verdauungsstudie bricht ein Tabu-Thema in Österreich und klärt auf“, am 1. März 2012 in Wien

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