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Allgemeinmedizin 6. März 2012

Einspareffekte in Zahlen

Wochenblister

Höhere Therapietreue und Einsparungen stationärer Behandlungskosten – so lauten die Erwartungen an die patientenindividuelle Medikamentenverblisterung. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr Resultate mehrerer Modellprojekte vorgestellt. Damit lassen sich erstmals die Effekte der Verblisterung auch unter deutschen Verhältnissen konkret beziffern. Ausgewertet wurde das Projekt der AOK Nordost und des Blisterpioniers 7x4 Pharma vom Institut für betriebswirtschaftliches Management im Fachbereich Chemie und Pharmazie der Universität Münster. Demnach gingen die Krankenhausaufenthalte während der ersten sechs Monate nach Umstellung auf den Wochenblister um 27 Prozent zurück. An dem Feldversuch nahmen mehr als 500 Bewohner von Pflegeheimen teil.

Bei angenommenen Kosten von 500 Euro pro Krankenhaustag, so rechnet 7x4 vor, spare die Kasse pro Jahr und Patient 2.038 Euro. Abzüglich der Ausgaben für den Wochenblister (275 Euro pro anno für Herstellung, Logistik und Apothekerhonorar) ergeben sich knapp 34 Euro, die jeder Wochenblister der Kasse erspart. Durch geringeren Verwurf reduzieren sich die Arzneimittelausgaben zusätzlich um rund zehn Prozent.

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