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Allgemeinmedizin 28. Februar 2012

Medikamentensicherheit erhöhen

Medizinische Informatik macht die Medikation besser überprüfbar.

Der Prozess der Medikation, also die Schritte Entscheidung, Verordnung, Zubereitung, Vergabe und Überwachung, ist komplex, erfordert die Koordination einer Reihe von Berufsgruppen sowie profunde Kommunikationsstrukturen und die Einbeziehung pharmakologischen Wissens nach dem aktuellen Stand der Forschung. Studien zeigen, dass der Medikationsprozess dabei nicht immer optimal abläuft und Medikationsfehler und daraus resultierende vermeidbare unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) relativ häufig vorkommen.

Verfahren wie die elektronische Verordnung (CPOE, ePrescribing), ggf. verbunden mit einer Arzneimittelsicherheitsprüfung, die Zubereitung und Verteilung der Arzneimittel (Dispenser, Unit Dose/Multi Dose Systeme, eBlister) oder die Aufdeckung unerwünschter Arzneimittelwirkungen und Medikationsfehler (Pharmakovigilanz, CIRS) sollen den Prozess der Medikation unterstützen und so zur Medikationssicherheit beitragen. Zusätzlich zu diesen Lösungen der Medizinischen Informatik wird das Thema der Bereitstellung und Standardisierung von pharmazeutischem Wissen in Form von Arzneimittelinformationssystemen oder Fachdatenbanken immer wichtiger.

Studien, die Medikationsfehler als eine wesentliche Ursache für Behandlungsfehler identifiziert haben, gaben den Anstoß für Strategien, die Medikationssicherheit zu verbessern. Dies ist unter anderem ein Hauptaugenmerk der E-Medikation auch im Rahmen der elektronischen Patientenakte ELGA. Ziel ist, die Patientensicherheit zu erhöhen.

Einen ausführlichen Bericht über Problemstellungen, Herausforderungen und Möglichkeiten der E-Medikation lesen Sie nächste Woche in Apotheker Plus.

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