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Wie früh die Zigarette angezündet wird, bestimmt die Stärke der Sucht.
 
Allgemeinmedizin 16. August 2011

Krebsrisiko durch frühe Zigarette

Je eher die erste Zigarette nach dem Aufwachen geraucht wird, desto höher ist das Risiko, an Krebs zu erkranken.

Zu diesem Schluss kommen zwei Kohortenstudien aus den USA. Wer binnen 30 bis 60 Minuten nach dem Aufwachen bereits raucht, hat ein 1,3-fach höheres Risiko für Lungenkrebs. Tabakkonsum innerhalb der ersten halben Stunde nach dem Aufstehen erhöht das Risiko sogar um das 1,8-Fache – verglichen mit Rauchern, die erst eine Stunde oder später nach dem Aufwachen anfangen zu rauchen. Auch bei Kopf- und Halstumoren zeigt sich dieser Trend: Hier ist das Krebsrisiko 1,4- und 1,8-fach erhöht. Den Rauchstart am Morgen sehen die Forscher als Parameter für die Stärke der Tabakabhängigkeit. Je schneller zur Zigarette gegriffen wird, desto größer die Abhängigkeit, zumal so höhere Mengen an Nikotin und Toxinen aus dem Tabak aufgenommen werden.

Muscat,J. E. et al.: Cancer 2011; doi:10.1002/cncr.26235; doi:10.1002/cncr.26236

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