zur Navigation zum Inhalt
 
Allgemeinmedizin 29. März 2011

e-Medikation: Pilotprojekt startet ab April

Etwa Mitte April wird es in Wien-Floridsdorf und Wien-Donaustadt, in Wels-Stadt, Wels-Land, Grieskirchen und Eferding sowie in Tirol in den Bezirken Reutte, Imst und Landeck mit rund 500.000 Krankenversicherten losgehen. Teilnehmen werden als Abwickler rund 100 niedergelassene Ärzte, etwa 50 öffentliche Apotheken und sechs Krankenanstalten (letztere zum Teil nicht mit allen Funktionen des Systems).

Rund 100 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, mehr als 50 Apotheken und 6 Krankenanstalten haben sich bisher freiwillig zur Teilnahme bereiterklärt. Ab ersten April können sich Patienten in den zur e-Medikation ausgestatteten Apotheken zur Teilnahme am Pilotbetrieb anmelden.

Ausstattung für Ärzte

Die  Ausstattung der niedergelassenen Ärzte mit der e-Medikations-Software erfolgt zeitgleich im April. Mit Ende des Monats sollte diese diese beendet werden. Wiener und Tiroler Krankenanstalten starten im Mai, das Klinikum Wels-Grieskirchen wird bereits ab Anfang April lesend auf e-Medikation zugreifen.

Liste der Ärzte im Netz

Eine aktuelle Liste der teilnehmenden und bereits mit der e-Medikations-Software ausgestatteten Ärzte und der Apotheken wird ab Pilotstart im Internet unter http//www.chipkarte.at/e-medikation veröffentlicht und laufend aktualisiert.  Informationen zum Stand der bereits ausgestatteten ÄrztInnen und Apotheken sind auch bei der e-card Serviceline unter 050124 3311 zu erfragen. Die teilnehmenden Arztordinationen, Apotheken und Spitäler werden außerdem mit gut sichtbaren Türklebern gekennzeichnet.

Teilnahme kostenlos und freiwillig

Die Teilnahme an e-Medikation ist freiwillig und nur mit Zustimmung der Patientin/des Patienten möglich. Aus gesetzlichen Gründen ist eine unterschriebene Zustimmungserklärung notwendig. Sie muss einmalig vor der erstmaligen Nutzung ausgefüllt und abgeben werden und kann jederzeit widerrufen werden. Damit bestätigt der Teilnehmer, dass Ärztinnen/Ärzte oder Apothekerinnen/Apotheker ihre Medikamentendaten nach genauen Regeln ansehen und ergänzen dürfen.

Wie funktioniert die e-Medikation?

Jeder, der teilnehmenden Patienten erhält sein "Arzneimittelkonto". Darin werden die ärztlich verordneten und in der Apotheke bezogenen Arzneimittel für die Dauer der Einnahme und sechs Monate danach gespeichert. Die Ärztin/der Arzt kann bei einer neuen Verordnung die aktuellen Daten abrufen und die neue Medikation entsprechend prüfen. Durch Stecken der e-card ist eine Prüfung auch in Apotheken möglich. 

Sicherer Zugriff

Die technische Basis für e-Medikation bildet das e-card-System, wobei die persönlichen Arzneimitteldaten nicht auf der e-card selbst, sondern in einem Arzneimittelkonto gespeichert werden. Die e-card des Patienten dient dabei als Zugangs-Schlüssel zu den Arzneimitteldaten. Auf der e-card selbst werden keine Arzneimitteldaten gespeichert.

Partnerschaftliches Projekt

Das gesamte Projekt e-Medikation wurde von der Datenschutzkommission genehmigt. Alle Projektpartner (Bund, Länder, Sozialversicherung, Österreichische Ärztekammer und Österreichische Apothekerkammer) stehen für den absoluten Schutz und die ausschließlich gesetzeskonforme Verwendung aller Daten ein.

Keine Daten

Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten bzw. einer Patientin und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.

  Pilotbetrieb in 3 Regionen

  • in Wien: 21. und 22. Bezirk
  • in Oberösterreich: Wels-Stadt, Wels-Land, Grieskirchen und Eferding
  • in Tirol: Reutte, Imst und Landeck
In folgenden Krankenanstalten wird e-Medikation angeboten:
  • in Wien: SMZ Donauspital, SMZ Floridsdorf
  • in Oberösterreich: Klinikum Wels-Grieskirchen
  • in Tirol: Bezirkskrankenhaus Reutte, Krankenhaus St. Vinzenz Zams, Uniklinik Innsbruck

Hauptverband der Sozialversicherungsträger/red

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben