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Allgemeinmedizin 16. März 2011

Schlafstörungen beeinflussen das Gedächtnis

Bei Patienten mit Insomnie ist die schlafassoziierte Gedächtnisbildung – erwartungsgemäß – gestört.

Für eine Studie lernten Patienten mit Insomnie und Vergleichsgruppen von Probanden mit gesundem Schlaf abends und morgens eine neue motorische Aufgabe in Form von Spiegelzeichnen (prozedurales Lernen) sowie neue Textinformationen (deklaratives Lernen). Eine Gruppe von gesunden Probanden lernte abends und schlief nach der Lernphase ungestört im Schlaflabor. Nach zwölf Stunden zeigten sie am Morgen eine deutlich bessere Verfestigung der neuen Gedächtnisspuren als eine Gruppe von gesunden ProbandInnen, die morgens gelernt hatten und deren Gedächtnis zwölf Stunden später am Abend getestet wurde. Dieser Befund stützt die Ausgangshypothese, dass gesunder Schlaf Gedächtnisbildung begünstigt. Patienten mit Insomnie lernten am Tag genauso gut wie die gesunden Probanden. Sie waren also nicht von einer generellen Gedächtnisstörung betroffen. Hingegen konnten die Patienten, die abends lernten und anschließend wie erwartet ein gestörtes Schlafprofil im Schlaflabor zeigten, nicht wie die gesunden ProbandInnen von einer Schlafphase nach dem Lernen profitieren.

Nissen C. et al.: Journal of Sleep Research 2011; 20: 129–36

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