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Allgemeinmedizin 2. März 2011

Magnetfelder beeinflussen die Schlafqualität

Neueste klinische Ergebnisse zeigen, dass die Stabilisierung der natürlichen Magnetfelder rund um den Schlafplatz die Schlafqualität steigern kann.

In Österreich leiden 25 Prozent der Bevölkerung unter Schlafstörungen. Oft mit der fatalen Folge einer Tagesmüdigkeit, die wiederum zu schweren Unfällen und erheblichen Problemen am Arbeitsplatz führen kann. Eine Ursache für schlechte Schlafqualität können Störungen des Magnetfeldes im Bettbereich sein.

 

Jeder dritte Verkehrsunfall und etwa 24 Prozent aller tödlichen Unfälle werden durch Müdigkeit aufgrund von schlechtem Schlaf verursacht. „Bei länger dauernden Schlafstörungen steigt das Unfallrisiko um 650 Prozent“, betonte Prof. Dr. Manfred Walzl, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie der Landesnervenklinik Graz, bei einer Pressekonferenz. Wer nachts nur vier Stunden geschlafen hat, reagiert so, als habe er 0,5 Promille Alkohol im Blut. Eine vollständig durchwachte Nacht entspricht einem Blutalkohol-Gehalt von 0,8 Promille.

Gesunder Schlaf ist keine Nebensache

Der Schlaf ist ein Grundbedürfnis für Lebewesen, gleichzusetzen mit allen anderen lebenserhaltenden „Systemen“ des Organismus. Er ist nicht nur Basis, sondern auch Regulator der Gesundheit und des Wohlbefindens.

Umso Besorgnis erregender ist eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO. Demnach werden in den nächsten 50 Jahren Schlafstörungen – neben Herz/Kreislauferkrankungen, Lungenkrebs und Diabetes mellitus – die Hauptursache für Krankheiten sein. Denn bereits jeder Dritte leidet in industrialisierten Ländern an Schlafstörungen.

Einflüsse auf die Schlafqualität

Der Erholungswert der Nachtruhe wird allerdings nicht allein durch die Schlafmenge entschieden, wichtig sind auch ausreichende Tiefschlaf- und REM-Schlaf-Phasen. Sie bestimmen die körperliche Fitness und die geistige Leistungsfähigkeit. „Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass auch das natürliche Magnetfeld der Erde einen Einfluss auf die Schlafqualität hat. Allein schon die Ausrichtung der Betten in Nord-Süd-Achse kann zu einer positiven Änderung der Tiefschlafphasen führen“, so Walzl. „Daher haben wir auf der Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten von Schlafstörungen die Rolle der natürlichen Magnetfelder am Schlafplatz untersucht. Geraten deren Ordnungsprinzipien durcheinander, kann dies eine Ursache von Schlafstörungen sein! Wir haben in einer Studie festgestellt, dass die Wiederherstellung dieser Ordnung das Schlafprofil günstig beeinflusst.“

Wie die Ordnung wiederhergestellt werden kann

Die Lösung zur Stabilisierung der Magnetfelder ist ein Kunststoff namens AlphaPrevent. Er ist weder magnetisch, noch benötigt er für seine Wirkung Strom. Die flachen und nur wenige Quadratzentimeter großen Active-Pads haben einen messbaren Wirkbereich von etwa einem Kubikmeter. „Auf den Lattenrost des Bettes aufgeklebt, sind die Kunststoffstreifen in der Lage, die Magnetfelder innerhalb von vier Wochen zu stabilisieren. Das heißt, die natürliche Ordnung wieder herzustellen“, erörterte der Entwickler von AlphaPrevent, Wolfgang Homann, von der Biological Coherence Technologies GmbH. Die Österreichische Staatliche Versuchsanstalt tgm hat die technische Reduktion von Störzonen im Bereich 0-18 Hz durch den Einsatz von AlphaPrevent überprüft und mit dem Gutachten VAEE 32897 bestätigt.

Stabilisierte Magnetfelder führen zu mehr Schlafqualität

Im Rahmen einer Pilot-Studie im Schlaflabor der Landesnervenklinik Graz wurde nun versucht, die Auswirkungen von AlphaPrevent auf die einzelnen Schlafphasen zu ermitteln. An dieser randomisierten, plazebokontrollierten Doppelblind-Studie nahmen mehr als  100 Personen beider Geschlechter teil, die länger als ein Jahr an nicht organischen Schlafstörungen litten. Sämtliche Probanden verbrachten jeweils eine Nacht im Schlaflabor. Die Polysomnogramme wurden von Ärzten beurteilt, die nicht über die Gruppenzugehörigkeit informiert waren.

„Die Ergebnisse sind eindrucksvoll und aussagekräftig. Es hat sich gezeigt, dass die Anwendung von AlphaPrevent zu einer deutlichen Verbesserung des Schlafprofils führt. Die Einschlafzeit hat sich verkürzt, die Tiefschlaf-Phasen haben sich verlängert und auch die für unsere Gedächtnisleistung wichtigen REM-Phasen wurden verlängert“, stellte Walzl fest. In der Verum-Gruppe war, verglichen mit der Kontrollgruppe, eine deutlich bessere Schlafqualität zu beobachten. Die Wachzeit lag bei Anwendung von AlphaPrevent um etwa ein Viertel unter jener der Kontrollgruppe. Gleichzeitig zeigte sich der Tiefschlaf positiv verändert und nahm um fast ein Fünftel zu. Ähnliches zeigte sich auch beim REM-Schlaf.

 

Quelle: Pressekonferenz „Gestörte Magnetfelder als Ursache für Schlafprobleme“, 17. Februar 2011, Wien

Zehn Gebote der Schlafmedizin
Eine Schlafstörung sollte nicht als Schicksal hingenommen werden. Jeder kann versuchen, zumindest einen Teil dieser Beschwerden zu beseitigen, etwa durch das Einhalten der „zehn Gebote der Schlafmedizin“.

1.    Decke den täglichen Schlafbedarf
2.   Achte auf das Schlafritual (Schlaf-Wach-Zyklus!)
3.   Optimiere die Schlafstätte (Bett, Matratze, Polster, stabile Magnetfelder)
4.   Verbessere die Umweltbedingungen (Lärm etc.)
5.   Vermeide sportliche Betätigung vor dem Schlafen!
6.   Optimiere die Ernährung
7.   Reduziere Stress und Spannung (alles, was entspannt, fördert den Schlaf)
8.   Vermeide Schlafstörungen durch Alkohol, Tee, Kaffee, Zigaretten usw.
9.   Sei während des Tages wach (v. a. ältere Menschen sollten aktiv sein)
10. Suche bei Schlafstörungen den Arzt auf

Von Dr. Friederike Hörandl, Ärzte Woche 9 /2011

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