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Fast 18 Prozent der Patienten wurden als „schwierig“ eingestuft.
 
Allgemeinmedizin 8. Februar 2011

Schwierige Patienten, mehr Beschwerden

Kommunikation und Krankheit: Eine neue Studie untersuchte, wie sich das Verhältnis zwischen Arzt und Patient auf die Behandlungsergebnisse auswirkt.

750 Erwachsene, die ihren Hausarzt konsultierten, wurden vor der Untersuchung nach ihren Symptomen und ihrem Gesundheitszustand, nach dem körperlichen, sozialen und emotionalen Befinden, nach dem Vorliegen psychischer Störungen sowie nach ihren Erwartungen an die Behandlung befragt. Unmittelbar nach der Untersuchung wurden die Teilnehmer nach ihrer Zufriedenheit mit der Behandlung, unerfüllten Erwartungen sowie dem Vertrauen zum Arzt befragt. Zwei Wochen später wurden die Symptome erneut untersucht. Weiters wurden die behandelnden Ärzte gebeten, die Schwierigkeiten beim Umgang mit den Patienten nach jeder Untersuchung zu bewerten. Die Autoren stellten fest, dass fast 18 Prozent der Patienten als schwierig eingestuft wurden. Ärzte mit einem offeneren Kommunikationsverhalten und mehr Erfahrung berichteten weniger über schwierige Patientengespräche. Bemerkenswert war, dass als schwierig geltende Patienten mehr Beschwerden aufwiesen, sich in einem schlechteren körperlichen Zustand befanden, häufiger beim Arzt waren und anfälliger für psychische Störungen als „nichtschwierige“ Patienten.

Quelle: Hinchey, S. A.; Jackson, J. Journal of General Internal Medicine 2011; doi:10.1007/s11606-010-1620-6

Springer/PH, Ärzte Woche 6 /2011

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