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Allgemeinmedizin 12. Jänner 2011

1455 - 24h Apotheken-Notruf

Seit Anfang des Jahres bieten die Apotheken eine neue Notruf-Nummer an. Der Apotheken-Notruf 1455 ist rund um die Uhr, 24 Stunden, 365 Tage lang erreichbar. Vorallem Blinde und sehbehinderte Menschen sollen mit diesem Service einen einfachen Zugang zu Arzneimittelinformationen erhalten. Für die Beantwortung von pharmazeutische Fragen stehen ausgebildete Pharmazeuten direkt zur Verfügung.

Häufige Fragen

Bereits nach wenigen Tagen zeigt sich, dass das neue Angebot von der Bevölkerung gut angenommen wird. Allein in den ersten zehn Tagen gingen 600 Anrufe unter der Kurznummer 1455 ein. Die häufigsten Fragen der Anrufer beziehen sich auf die Auskunft über die nächste dienstbereite Apotheke. Drei Viertel aller Anrufer, also rund 75 Prozent, erkundigen sich nach einer "offenen Apotheke" in ihrer Nähe. Blinde und sehbehinderte Menschen wollen telefonisch vor allem auch Auskunft über Arzneimittel. Dabei werden die Anrufer direkt in die Pharmazeutische Abteilung der Österreichischen Apothekerkammer verbunden, wo sie professionell von erfahrenen Pharmazeuten informiert werden.

Nachtdienst in der Apotheke

In Österreich versehen jede Nacht sowie an Wochenenden und Feiertagen rund 330 Apotheken Bereitschaftsdienst. In der aktuellen Grippezeit werden an einem Wochenende bis zu zweihundert Kunden von einer dienstbereiten Apotheke versorgt. In besonders dünn besiedelten Gebieten müssen die wenigen Apotheken vor Ort mitunter jede Nacht erreichbar sein. Diese gesetzlich geregelte Serviceleistung wird nicht wie die Spitäler- und Ärztenotdienste von der öffentlichen Hand bezahlt, sondern vom Apothekenbetrieb über den eigenen Umsatz finanziert.

Special Service: Zustelldienst

Immer mehr Apotheken bieten im Notfall auch eine Zustellung von Arzneimitteln an. In Wien besteht ein organisierter Zustelldienst für Notfälle. Wer zu Hause im Bett liegt und dringend ein Medikament braucht, kann dieses bei der nächsten dienstbereiten Apotheke bestellen. Die Zustellung kostet pauschal innerhalb des gesamten Wiener Gemeindegebietes 7 Euro. Die Differenz zum Normaltarif wird von der Apothekerkammer bezahlt. Rezeptfreie Präparate werden einfach direkt vom Botendienst zugestellt. Hat ein Patient ein Rezept zu Hause, kommt der Botendienst holt es ab, bringt es zur Apotheke und stellt dann das Medikament dem Patienten zu.

 

Red/Presse Apothekenkammer/Gesundheitsministerium

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