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Allgemeinmedizin 1. Dezember 2010

Den Jo-Jo-Effekt austricksen

Die Ergebnisse einer Ernährungsstudie zeigen, dass eine proteinreiche Ernährung mit wenig raffinierten Stärkeprodukten dem Jo-Jo-Effekt entgegenwirkt.

772 Familien mit 938 übergewichtigen Erwachsenen und 827 Kindern nahmen an der Studie teil. Vorab mussten die Probanden abnehmen, danach wurden die Familien randomisiert für ein halbes Jahr verschiedenen Diäten zugeteilt. 558 Personen beendeten diese Phase. Nach der Gewichtsreduktionsphase stieg das Gewicht nur in der Gruppe signifikant wieder an, die eine Ernährungsform mit hohem glykämischen Index und einem niedrigen Proteinanteil verfolgte. Am erfolgreichsten war die Kombination von niedrigem glykämischen Index und hohem Proteinanteil. In dieser Gruppe war kein Jo-Jo-Effekt zu beobachten.

Quelle: Meinert Larsen, T. et al. (DIOGENES Project): New England of Medicine 2010; 2010; 363: 2102–13

  • Herr Dr. W.P. Bayerl, 02.12.2010 um 19:39:

    „das ist prinzipiell nicht neu,
    aber leider immer noch nicht ausreichend "populär"

    und zwar aus mindestens zwei Gründen.
    1) Eiweißabbau ist Zellabbau, da es keine Eiweißspeicher gibt.
    Die Gesamtzahl der Zellen bestimmt aber den Grundumsatz,
    der also sinkt bei Eiweißmangel.
    Niedrigerer Grundumsatz heisst Gewichtszunahme bei gleicher Kalorienzufuht (=jo-jo-Effekt)
    2) Eiweiß sättigt von allen Grundnahrungsmitteln am meisten,
    deshalb werden alle eiweißreichen "Diäten" eindeutig besser eingehalten und durchgehalten verglichen mit kohlenhydratreichen.“

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