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Allgemeinmedizin 2. März 2010

Kunst soll nicht krank machen

Musiker brauchen eine spezifische Gesundheitsvorsorge, und das bereits während der Ausbildung.

Die neu gegründete Österreichische Gesellschaft für Musik und Medizin widmet sich der Förderung der interdisziplinären Wissenschaft, Forschung, Lehre und Vernetzung der Fachbereiche Musik, Medizin, Physiologie und Psychologie.

 

Die Österreichische Gesellschaft für Musik und Medizin (Musikermedizin, Musikphysiologie, Musikpsychologie), ÖGfMM, wurde von langjährigen Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Musikermedizin und Musikphysiologie (DGfMM) gegründet.

Einseitig belastete Musiker

Ein Schwerpunkt ist die Hilfestellung für physische und psychische Erkrankungen von Musikern. Dies schließt die Verbesserung präventiver, diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen ein. Durch stundenlanges Musizieren werden z.B. bestimmte Muskelgruppen einseitig beansprucht, so dass es bei vielen Musikern, je nach Haltung und Art des Instruments, zu spezifischen Erkrankungen kommen kann. Aber auch psychische Probleme wie Bühnenangst befinden sich im Fokus der Forscher, die sich mit Musikermedizin beschäftigen. Ein maßgebliches Motiv für die ÖGfMM-Gründung sind zahlreiche Studien, die belegten, dass eine spezifische Gesundheitsvorsorge für Musiker notwendig ist, und dass diese bereits während der musikalischen Ausbildung vermittelt werden muss.

Die Jahrestagung am 19. März 2010 bietet einem Fachpublikum erstmals Gelegenheit, die neue Plattform kennen zu lernen. Die Ziele der Gesellschaft sind insbesondere die Veröffentlichung fachspezifischer Informationen für Musiker sowie die Organisation fachlicher Arbeitskreise und wissenschaftlicher Veranstaltungen. Betont wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller, die an der Ausbildung und Berufsbegleitung von Musikern beteiligt sind (u. a. Musikpädagogen, Instrumentenhersteller, Ärzte, Zahnärzte, Physiotherapeuten, Sport- und Musikwissenschaftler, Musikpsychologen, Musiktherapeuten, Ergotherapeuten und Vermittler ähnlicher Therapieformen).

Zentrales Anliegen ist der Aufbau eines „Helpfinders“ (www.MuGe.at), der ein Wegweiser zu allen Fachrichtungen sein soll, in denen mit Musikern gearbeitet wird. Die Zusammenarbeit etwa mit Berufsorchestern, musikalischen Aufführungsstätten und Ausbildungsinstitutionen (Musikschulen, Konservatorien) wird etabliert und vertieft.

Die ÖGfMM verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke, ihre Tätigkeit ist nicht auf Gewinn ausgerichtet.

 

Tagung: www.OeGfMM.at
Helpfinder: www.MuGe.at

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