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Allgemeinmedizin 16. September 2009

Unfallursache Wandern

Schlechte Planung wirkt sich fatal aus.

Rund 7.500 Menschen verletzten sich 2008 beim Wandern oder Bergsteigen in Österreich so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Was die Verletzungshäufigkeit betrifft, liegen Wandern und Bergsteigen auf Platz sechs aller Sportarten.

 

Wie eine Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) ergab, war die Unfallursache bei 77 Prozent ein Sturz. 47 Prozent zogen sich Knochenbrüche zu. Jeder Vierte verletzte sich an Sehnen oder Muskeln, vor allem durch Überknöcheln, Hängenbleiben oder Stolpern. Etwa 70 Wanderer und Bergsteiger verunglücken jährlich tödlich. „Wandern abseits der Markierungen kann verhängnisvoll enden“, warnt Dr. Anton Dunzendorfer vom KfV. „Wichtig ist, jemanden im Tal über Weg und Ziel zu informieren, sodass Bergrettungsteams im Notfall gezielter suchen können.“ Routenplanung und Wegbeschreibung müssen vorbereitet, sowie Informationen über Witterungsverhältnisse eingeholt werden. Auch wer Routen wählt, die seiner Kondition nicht entsprechen, geht ein vermeidbares Risiko ein. Zieht ein Schlechtwetter auf oder lassen die eigenen Kräfte oder die der Begleiter nach, sollte man auch bereit sein, umzukehren. Das Handy sollte immer dabei sein.

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