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Allgemeinmedizin 1. Mai 2009

Meinungen und Einstellungen österreichischer Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner zu Osteoporose

Im Management von Osteoporose kommt Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern eine Schlüsselrolle zu. Es ist deshalb wichtig, die Einstellungen und Meinungen von praktischen Ärztinnen und Ärzten zu kennen. Ein strukturierter Fragebogen wurde an alle niedergelassenen Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner in Österreich gesendet und 3,2 % wurden returniert. Die Ergebnisse wurden mit denen einer ähnlichen Umfrage aus dem Jahr 1993 verglichen. 84,4 % der teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte sahen die Public Health Relevanz von Osteoporose als ziemlich oder sehr wichtig an, verglichen mit 49,2 % im Jahr 1993. 83,3 % erachteten die Möglichkeit einer Osteoporoseprävention als effektiv oder sehr effektiv. Dieser Anteil ist von 66,2 % im Jahr 1993 gestiegen. Die höchste Effektivität in der Osteoporoseprävention wurde regelmäßiger körperlicher Aktivität eingeräumt, gefolgt von einer kalziumreichen Ernährung und Vitamin D- und Kalziumsupplementierung. 33,6 % gaben an, vor einer eventuellen Knochenmineraldichtemessung ein standardisiertes Risikoassessment durchzuführen. Die häufigsten Punkte aus der Anamnese die zu dieser Untersuchung Anlass geben, seinen permanente Kortikosteroidtherapie, ein Sturz in der Anamnese und Schmerz, jeweils von 93,6, 84,6 and 71,2 %, der Ärztinnen und Ärzte angegeben. Die am häufigsten empfohlenen/veranlassten Interventionen zur Sturzprophylaxe bei Patientinnen und Patienten mit Osteoporose waren Reduktion von Stolperfallen (87,2 %), Reduktion psychotroper Medikamente (50,0 %), Gleichgewichts-, Kraft- und Ausdauertraining (jeweils 57,7, 48,1, und 42,3 %). Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen Stärken in der Einstellung von Ärztinnen und Ärzten bezüglich Prävention und Früherkennung von Osteoporose und der Sturzprophylaxe, aber auch Raum für mögliche Verbesserungen im Management der Osteoporose.

Thomas Dorner, Kitty Lawrence, Erwin Rebhandl, Elisabeth Weichselbaum, Anita Rieder, Wiener Medizinische Wochenschrift 9/10/2009

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