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Allgemeinmedizin 12. Juni 2008

Kein Vater notwendig

In Großbritannien dürfen alleinstehende Frauen und lesbische Paare künftig künstliche Befruchtungen durchführen lassen. Die bisher vorgeschriebene „Notwendigkeit eines Vaters“ fällt künftig weg. Einen Antrag, der für die Notwendigkeit von Mutter und Vater plädierte, lehnte das britische Unterhaus Ende Mai ab. In der Neuauflage des Embryonengesetzes scheiterte außerdem ein Versuch von Lebensschützern, die gesetzliche Frist für Spätabtreibungen von 24 auf 22 oder weniger Wochen zu senken. Die konservative Abgeordnete und ehemalige Krankenschwester Nadine Dorries argumentierte, die Überlebenschancen für Frühgeburten hätten sich durch den medizinischen Fortschritt seit der Einführung der derzeitigen Abtreibungsregelung 1967 deutlich gebessert. Abtreibungsbefürworter wollten keine wissenschaftlichen Belege für eine solche Forderung sehen. In Großbritannien gibt es zurzeit pro Jahr rund 200.000 gemeldete Schwangerschaftsabbrüche.

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