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Allgemeinmedizin 30. April 2008

Spitzenvirologe aus Wien geht zu Novartis

Prof. Dr. Christian Mandl, stellvertretender Chef des Klinischen Instituts für Virologie, geht nach 20 Jahren Tätigkeit an die international renommierte Institution in die USA – zum Impfstoff-Teilunternehmen des Schweizer Pharmakonzerns Novartis. Mit 1. Mai 2008 übersiedelt er nach Boston und wird ein neues Team aufbauen. Der Wissenschafter wird somit weltweit für die Entwicklung neuer antiviraler Vakzine für den Konzern verantwortlich sein. Der Vater von fünf Kindern kam unter dem Doyen der österreichischen Virologie, Christian Kunz, an das Klinische Institut. Er ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten mit seinen Arbeiten international mit an der Spitze der Erforschung der Flavi-Viren gestanden. 1995 gelang die Strukturanalyse des E-Proteins der FSME-Viren. Mandl arbeitete später daran, veränderte FSME-Viren als Vehikel für die Gentherapie zu nutzen. 2005 gelang es, einen RNA-Impfstoff gegen die „Zeckenkrankheit“ im Tierversuch erfolgreich zu testen. In jüngster Vergangenheit entwickelten der Wissenschafter und sein Team in Wien ein völlig neues Impfprinzip, das für Vakzine gegen das West-Nil-Virus und das Dengue-Fieber verwendet werden könnte.

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