zur Navigation zum Inhalt
 
Allgemeinmedizin 1. März 2007

Kompetenz und Fortbildungsbedarf in Palliative Care

ZIEL: Mit der vorliegenden Untersuchung sollte eine Selbsteinschätzung von allgemeinmedizinisch tätigen Ärzten sowie Pflegepersonen bezüglich der jeweiligen Kompetenz in Palliative Care sowie des konkreten Weiterbildungsbedarfs in ermittelt werden.

METHODEN: Allen 897 niedergelassenen Allgemeinmedizinern sowie allen 933 registrierten Pflegekräften der Hauskrankenpflegevereine in der Steiermark wurden per Post Fragebögen zugesandt zur Evaluation ihrer Ausbildung in (i) Schmerztherapie und Symptomkontrolle, (ii) psychosozialer Betreuung sowie (iii) Umgang mit berufsbedingtem Leid.

ERGEBNISSE: 61,8% der 546 auswertbaren Antwortenden fühlten sich unzureichend oder eher unzureichend für die palliative Betreuung schwerkranker und sterbender Patienten ausgebildet (Allgemeinmediziner: 70%, Pflegepersonen: 50,4%). Ärzte schätzten die Kompetenz innerhalb ihrer eigenen Berufsgruppe signifikant höher und den Fortbildungsbedarf signifikant niedriger ein als Pflegekräfte (p < 0,01). Von beiden Berufsgruppen wurde ein hoher Bedarf an Weiterbildung besonders im Bereich des neuropsychiatrischen Symptommanagements angegeben.

SCHLUSSFOLGERUNG: Die Ergebnisse der Befragung bieten eine detaillierte Analyse von Kompetenz und Fortbildungsbedarf zur bedarfsadaptierten Planung künftiger Bildungsmaßnahmen im Bereich Palliative Care.

Gerhild Becker, Felix Momm, Annemarie Gigl, Brigitte Wagner, Johann Baumgartner, Wiener klinische Wochenschrift

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben