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Allgemeinmedizin 9. April 2008

Hochleistungs-MRT geht am BKH Kufstein in Betrieb

Mit dem neuen, extrem schnellen MRT der Marke Philips Achieva 1,5 T ist es am BKH Kufstein optimal gelungen, aus dem technischen Fortschritt einen klaren Nutzen für die Patienten zu ziehen. Alle Akutfälle können sofort untersucht werden, ohne die Routineversorgung zu gefährden. Nach kurzem Probebetrieb wurde im Bezirkskrankenhaus Kufstein am 26. 3. 2008 offiziell der neue Magnet-Resonanz-Tomograph (MRT) in Funktion genommen. „Mit dem neuen System steigern wir vor allem die Qualität der Patientenversorgung deutlich“, sagt Doz. Dr. Rudolf Knapp, Leiter der Radiologie am BKH Kufstein. Qualität heißt in diesem Zusammenhang, dass die Akutpatientenversorgung deutlich beschleunigt wird. So werden Unfallpatienten, aber auch neurologische Notfälle (Schlaganfälle etc.) im Bedarfsfall direkt von der Ambulanz innerhalb weniger Minuten zum MRT zur weiteren Abklärung gebracht.
Errichtet wurde der neue MRT in einem eigenen Zubau zum Haupthaus des BKH Kufstein. Mit diesem Zubau konnte sichergestellt werden, dass Engpässe in der Qualitätskette für den Patienten vermieden werden. Optimierte Vorbereitungsräume und größere Nähe zu den klinischen Abteilungen im Haus waren die Motive für den Zubau. „Die Diagnostik kommt so einen großen Schritt auf den Patienten zu“, erläutert Knapp. Das Investitionsvolumen für das BKH Kufstein betrug circa zwei Millionen Euro, die der Eigentümerverband – die 30 Gemeinden des Bezirkes – genehmigte und die mit Mitteln des Landes Tirols und einem Sonderbudget finanziert wurden.
Ein weiterer, wichtiger Schritt in der Qualitätsarbeit an der Abteilung für Radiologie war die Entscheidung für ein „Autopilotsystem“ für den MRT, welches die Planung der Untersuchung automatisiert. Knapp: „Die Konstanz und Reproduzierbarkeit unserer Untersuchungsergebnisse hat sich deutlich verbessert. Das Autopilotsystem SmartExam von Philips Healthcare steigert die Akutversorgung unserer Patienten in einem hohen Maße.“
Von der Diagnosequalität des neuen MRT-Systems profitieren alle Patienten und besonders jene, bei denen Untersuchungen von Schädel und Wirbelsäule anstehen. Der MRT ermöglicht, das gesamte Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) in einem einzigen Untersuchungsgang abzubilden. „Die Anlage hilft uns, Akutpatienten aus unserer Schlaganfalleinheit rasch und korrekt zu diagnostizieren. Bei diesen Krankheitsbildern entscheiden oft Minuten über Leben oder Tod“, so Knapp.
Neben den qualitativen Verbesserungen für die Patienten bildet der neue „Kufsteiner MRT“ eine flexible Basis für künftige Weiterentwicklungen der MR-Technologie. So kann schon heute der ganze Körper von Kopf bis Fuß in einer Sitzung von circa 20 Minuten abgebildet werden. „Das Schlagwort ‚Total Body’ ist derzeit in aller Munde“, erklärt Knapp, „wir sind auf sinnvolle Anwendungen dieser Diagnosetechnik vorbereitet und leisten gemeinsam mit den Neurologen und den Onkologen des Hauses im Rahmen von kontrollierten Studien einen Beitrag zur medizinischen Forschung – wie er eben im oft hektischen Alltag eines Bezirkskrankenhauses noch möglich ist.“

Quelle und Rückfragehinweis:
Philips Austria
Mag. Ingun Metelko
Triester Straße 64
1101 Wien
01/60101 – 1451

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