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Allgemeinmedizin 4. Juni 2008

Datentransfer im Rettungseinsatz

Keine moderne Medizin ohne Informatik. Auch im Rettungswesen kommen immer mehr Forderungen nach einer effizienteren Gestaltung der Leistungsprozesse und der Optimierung von Behandlungsmaßnahmen auf. Im Rahmen eines Studienprojekts haben Studenten eine Software entwickelt, die diesen Anforderungen entsprechen soll.

In Zusammenarbeit mit den Salzburger Landeskliniken und dem Roten Kreuz Salzburg entwickelten Hagenberger Studenten des FH-Studiengangs Software Engineering mit Schwerpunkt Medizininformatik eine spezielle Software, die einen raschen und unkomplizierten Transfer medizinischer Daten aus dem Rettungswagen ins Krankenhaus ermöglicht. Noch vor Eintreffen des Patienten in die Notaufnahme soll der behandelnde Arzt einen raschen Überblick über die Vitalfunktionen des Patienten erhalten und so wichtige Zeit gewinnen, um die notwendigen Behandlungsmaßnahmen vorzubereiten. Ab Herbst 2008 wird die neue Technologie im Rettungswesen erstmals im Land Salzburg zum Einsatz kommen.
Ziel des Projekts war die Vernetzung aller medizintechnischen Geräte im Rettungswagen, die Zwischenspeicherung der vom Notarzt aufgenommenen Patientendaten (z. B. Blutwerte, Medikamenteneinnahme oder Risikoneigungen) und deren Online-Bereitstellung für ein mobiles Empfangsgerät im Krankenhaus. Gleichzeitig sollte die Kommunikation, Koordination und Kooperation von Einsatzkräften erleichtert und verbessert werden. Ein weiterer Vorteil dieser Vernetzung sehen die Entwickler dieser Software darin, dass der Informationsfluss nicht unterbrochen wird und somit gezielte Maßnahmen für eine individuelle Weiterbehandlung des Patienten getroffen werden können, ohne dass wertvolle Zeit für Formalitäten verloren geht.

Quelle: Presseaussendung der
Fakultät der Informatik, Kommunikation und Medien der Fachhochschule OÖ, Campus Hagenberg.

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