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APA-Artikel 21. September 2017

Ärztekammer Burgenland begrüßt Maßnahmen zum Erhalt der Landärzte

Die Ärztekammer Burgenland hat am Donnerstag die vom Land zum Erhalt der Landarztpraxen in Aussicht gestellten Maßnahmen - die Vergabe von Stipendien an Medizinstudenten sowie ein Förderprogramm für Allgemeinmedizinerpraxen - begrüßt. Diese seien "ein erster und richtiger Schritt" zum Erhalt des Hausarztes in burgenländischen Gemeinden. Weitere müssten folgen, hieß es in einer Aussendung.

Auch bei den "überlangen Arbeitszeiten der Landärzte" müsse es umgehend Änderungen geben. "Der Ansatz einer Niederlassungsförderung ist ein richtiger, wir fordern das seit Jahren", stellte Ärztekammerpräsident Michael Lang fest. Ankündigungen seien eine Sache, die Umsetzung eine andere, warnte Lang vor "bloßen Wahlkampf-Versprechen", die dann nicht umgesetzt würden.

Die Förderaktion müsse nach Ansicht des Kammerpräsidenten "sofort" beginnen: "Dass eine Landarztstelle in Großpetersdorf 13 Mal ausgeschrieben werden musste oder in Jennersdorf ebenfalls mehrere Jahre unbesetzt war, beweist, dass es in Wahrheit Fünf nach Zwölf ist", meinte Lang. "Grundübel" für den Ärztemangel seien jedoch die Zugangsbeschränkungen an den medizinischen Universitäten, die "ersatzlos beseitigt" gehörten.

Der Standort Burgenland müsse insgesamt attraktiver für Jungärzte werden, fordert die Standesvertretung. Dabei gehe es vor allem um zeitgemäße Arbeitsbedingungen für die Landärzte. So müsse umgehend den überlangen Bereitschaftsdiensten der Hausärzte ein Ende gesetzt werden. "Unsere Vorschläge dazu sind schon seit Monaten beim Land und bei der Kasse, eine Umstellung mit Jahresbeginn 2018 ist unbedingt erforderlich", so Lang. Auch Ärzte hätten ein Recht auf Freizeit und Patienten ein Recht auf einen ausgeruhten Arzt.

apa.at

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