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APA-Artikel 12. September 2017

Tiroler Transplantationschirurg Schneeberger neuer Präsident der ESOT

Der Innsbrucker Chirurg Stefan Schneeberger wird neuer Präsident der Europäischen Gesellschaft für Organtransplantationen (ESOT). Der 44-Jährige wird im Rahmen der ESOT-Jahrestagung in Barcelona (24. bis 27. September) als jüngster Präsident in der Geschichte der Organisation den Vorsitz für zwei Jahre übernehmen, teilte die Med-Uni am Dienstag mit.

Die ESOT strukturiert und optimiert in Europa und weltweit Aktivitäten in der Transplantationsmedizin, die sich mit der Einführung und Verbesserung bestehender Methoden befasst. Schneeberger, der die Transplantationschirurgie der Innsbrucker Universitätsklinik für Visceral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie leitet, setzt neben der Förderung der Forschung auf die weltweite Vernetzung unter anderem mit Asien und auf die Verbesserung der Fortbildungsmöglichkeiten. Neben zahlreichen etablierten Konferenzen und Ausbildungsprogrammen biete die Gesellschaft demnächst mit der Veröffentlichung des ESOT Education Chanel das weltweit umfassendste digitale Ausbildungsprogramm.

Schneeberger hat in Innsbruck studiert, promoviert und habilitiert. Der Facharzt für Allgemein- und Visceralchirurgie war von 2006 bis 2010 am renommierten Transplantationszentrum der Universität von Pittsburgh tätig. 2010 kehrte er in Teilzeit nach Innsbruck zurück und fungierte als Visiting-Professor an der bekannten Johns Hopinks Universität in Baltimore (USA). Seit 2014 ist er ausschließlich an der Medizinischen Universität Innsbruck tätig, Leiter der Transplantationschirurgie und Hepatobiliären Chirurgie sowie zweiter Klinikleiterstellvertreter. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Lebertransplantationen, Ischämie-Reperfussionsschäden sowie Extremitätentransplantationen. Der aktive Forscher kann auf 150 Originalarbeiten verweisen.

Die Berufung Schneebergers zum ESOT-Präsidenten sei auch eine Auszeichnung für das Innsbrucker Transplantationszentrum, hieß es. Dort wurden seit Beginn des Transplantationsprogramms in Tirol im Jahr 1974 über 6.600 Organe eingesetzt, allein 242 davon im vergangenen Jahr. Mit 81 Lebertransplantation im Jahr 2016 ist Innsbruck nach eigenen Angaben österreichweit führend in diesem Bereich. Ein Schwerpunkt liege auf der Lebertransplantation mittels Lebendspende, also eines Leberteils durch einen nahen Angehörigen.

apa.at

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