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APA-Artikel 8. September 2017

Samariterbund: Erste Hilfe kann im Notfall Leben retten

Seit 1927 übernimmt der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ) Verantwortung. In diesen 90 Jahren zählte von allem Anfang an neben den Rettungs- und Sanitätsdiensten die Vermittlung von lebensrettenden Erste-Hilfe-Maßnahmen zu den Kernkompetenzen der Samariterinnen und Samariter. Schon damals wurden öffentlich zugängliche Erste Hilfe-Kurse veranstaltet und entsprechende Erste Hilfe-Broschüren verteilt. Und auch heute noch schult der Samariterbund die Bevölkerung auf höchstem Niveau, damit möglichst viele Jugendliche und Erwachsene in Notsituationen die lebensrettenden Hilfsmaßnahmen beherrschen. Im Bereich der Ersten Hilfe sind Laienausbildung und professionelle Qualifikationsmodule wichtige Bestandteile des Bildungsangebots.

Aktionstag seit dem Jahr 2000

Der internationale Aktionstag am 9. September 2017 soll die Öffentlichkeit in rund 150 Ländern seit 17 Jahren dafür sensibilisieren, wie wichtig Erste-Hilfe-Kenntnisse sind. "Der Samariterbund bietet viele unterschiedliche Kurse an und vermittelt in Kurzfilmen und bei Online-Auftritten gratis Schritt-für-Schritt-Anleitungen", erläutert der Leiter der ASBÖ-Akademie, Jürgen Grassl. "Bei den meisten Menschen ist der letzte Erste-Hilfe-Kurs leider schon lange her, das Wissen wird oft jahrelang nicht angewendet. Dabei ist das beherzte Eingreifen des Ersthelfers meistens lebensentscheidend, denn gerade bei Schwerverletzten und Herzinfarktpatienten zählt jede Sekunde", so Grassl.

Schulsanitätsdienst bringt Sicherheit

Mittlerweile sind vom Samariterbund hunderte österreichische Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 19 Jahren für den Schulsanitätsdienst ausgebildet worden. Diese Initiative ist ein wichtiger erster Schritt für zukünftige Erste-Hilfe-Ausbildungen, ein Gewinn in jedem Lebenslauf und eine Stärkung der sozialen Bindungen. Darüber hinaus wird der Teamgeist gefördert, die regelmäßigen Übungen machen Spaß und geben die Sicherheit, im Notfall richtig zu helfen und die Zeit bis zum Eintreffen des professionellen Rettungsdienstes hilfreich zu überbrücken.

Gesetz verpflichtet zur Hilfe

Was nur die wenigsten wissen: In Österreich besteht eine gesetzliche Verpflichtung, Erste Hilfe zu leisten. Andernfalls macht man sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig, die mit Geld- und sogar Freiheitsstrafe bestraft werden kann. Erste Hilfe soll Leben retten, drohende Gefahren abwenden und bis zum Eintreffen von professioneller Hilfe schwere Beeinträchtigungen lindern. Dazu gehören das Absetzen eines Notrufs, die Absicherung einer Unfallstelle und natürlich die Betreuung der Verletzten.

Erste Hilfe- E-Learning

Als modernes österreichisches Schulungsunternehmen des heimischen Rettungswesens hat der Samariterbund praxisorientiertes und zeitgemäßes Lernen für Laien und Profis im Portfolio. Neben einem breiten Angebot an verschiedenen Erste-Hilfe-Kursen werden in den modernen Schulungsräumen auch anspruchsvolle Weiterbildungslehrgänge für medizinisches Fachpersonal angeboten. Zum Thema Erste Hilfe finden Interessierte online auch E-Learning-Inhalte. "Einen professionellen Erste Hilfe-Kurs ersetzt das E-Learning aber nicht", so Grassl, der allen Österreicherinnen und Österreichern einen Auffrischungskurs empfiehlt, denn im Notfall kann nur richtiges und schnelles Handeln Leben retten.

Alle Infos unter: www.samariterbund.net

apa.at

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