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APA-Artikel 9. August 2017

Zweiter Behandlungsraum bei MedAustron in Wiener Neustadt in Betrieb

Im Ionentherapiezentrum MedAustron in Wiener Neustadt ist zu Monatsanfang ein zweiter Behandlungsraum in Betrieb gegangen. Damit können nun mehr Patienten pro Tag bestrahlt werden, wurde am Mittwoch mitgeteilt. Zuletzt konnten mit einem verfügbaren Raum täglich rund zwölf Bestrahlungseinheiten erfolgen. Seit dem Start des Patientenbetriebes Ende 2016 haben über 30 Menschen ihre Therapie beendet.

Insgesamt verfügt das Zentrum über drei Behandlungsräume mit unterschiedlichen Modalitäten, die Schritt für Schritt für Therapien eingesetzt werden sollen. "Wir haben uns bei MedAustron bewusst für diesen - auch international üblichen - Weg der etappenweisen Inbetriebnahme entschieden, um einfach so früh wie möglich die Ionentherapie in Österreich anbieten zu können", erklärten der ärztliche Direktor Eugen B. Hug und der kaufmännische Geschäftsführer Alfred Zens in der Aussendung. Jede Behandlungsmodalität brauche mehrere Monate an Vorbereitungs- und Testarbeit, bevor sie alle Anforderungen für die Anwendung am Menschen erfüllt.

Patienten kommen mehrere Wochen lang täglich für eine ambulante Bestrahlung zu MedAustron. Auch Kinder werden bereits behandelt, hieß es. In zwei Räumen kann der Therapiestrahl aus horizontaler Richtung auf den Tumor gerichtet werden, in einem zusätzlich auch aus vertikaler Richtung. Bei diesen fixen Einheiten zur Strahlapplikation können Protonen und Kohlenstoffionen eingesetzt werden. Bisher werden Patienten in diesen beiden Räumen mit Protonen bestrahlt, hieß es auf Anfrage. Der dritte Therapieraum verfügt über eine bewegliche Einheit, die sogenannte Gantry, mit deren Hilfe der Protonenstrahl aus jedem beliebigen Winkel appliziert werden kann. Ziel sei es, im Vollbetrieb ab etwa 2020 jährlich bis zu 1.000 Patienten zu behandeln.

apa.at

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