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APA-Artikel 7. August 2017

Notarzthubschrauber "Christophorus 16" flog über 10.000 Einsätze

Der in Oberwart stationierte Notarzthubschrauber "Christophorus 16" hat Ende Juli seinen 10.000. Einsatz geflogen. Wie Hans-Peter Polzer, Rettungsdienstleiter des Roten Kreuzes Burgenland, mitteilte, wurde am 28. Juli ein Patient vom Marienkrankenhaus Vorau (Steiermark) ins Krankenhaus Graz überstellt. Die Flugrettung in Oberwart besteht seit über zwölf Jahren.

Mehr als 78 Prozent der Flüge waren sogenannte Primäreinsätze, bei denen der Patient direkt vom Notfallort abgeholt wird, bei über der Hälfte davon herrschte Lebensgefahr oder war diese nicht auszuschließen. Etwa 13 Prozent der Einsätze waren "Verlegungsflüge" für Krankenhauspatienten. Bei neun Prozent handelte es sich um Fehleinsätze, die während des Anflugs storniert oder witterungsbedingt abgebrochen wurden. Nur 542 Mal in den insgesamt 4.472 Tagen seit der Stationierung des Helikopters in Oberwart am 1. Mai 2005 blieben die Flugretter den ganzen Tag am Boden.

Das Einsatzgebiet des ÖAMTC-Hubschraubers reicht von den vier südlichen Bezirken des Burgenlandes über die Oststeiermark bis zu den Fischbacher Alpen und den südöstlichen Teil Niederösterreichs, wobei fast zwei Drittel der Einsätze im Burgenland geflogen werden. Nur 24 bzw. 13 Prozent entfallen auf die Steiermark bzw. Niederösterreich. Die wichtigsten Krankenhäuser sind Oberwart und Graz.

Laut Polzer dürfte der "Christophorus 16" im heurigen Jahr auch erstmals die 1.000er-Marke bei den Einsätzen erreichen. Bis Ende Juli wurden bereits 622 Flüge gezählt. Besonders in den Sommermonaten habe es viel zu tun gegeben. An der Hitze sei dies aber nicht gelegen, so der Rettungsdienstleiter.

Der 55-Jährige war einer der Mitinitiatoren für die Stationierung des Notarzthubschraubers. Heute umfasst das Team drei Piloten, 16 Notärzte und zwölf Notfallsanitäter. Polzer hat als Flugrettungssanitäter die meisten Einsätze (1.048) der aktiven Flugretter absolviert. Seine Aufgabe sei nach wie vor spannend und immer wieder eine Herausforderung, meint der 55-Jährige. Dabei würden ihm die Freundschaft und Kameradschaft der Kollegen Kraft geben, aber auch der Dank der geretteten Patienten.

apa.at

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