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APA-Artikel 11. Juli 2017

Früherer Ärztekammer-Präsident 2 - Trauer um Walter Dorner

Mit Betroffenheit haben Politik und Weggefährten am Dienstag auf das Ableben des früheren Ärztekammer-Präsident Walter Dorner reagiert. Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) würdigte ebenso wie Vertreter andere Parteien und der Sozialversicherungen das Wirken und die Persönlichkeit Dorners.

Rendi-Wagner nannte Dorner einen anerkannten und geschätzten Arzt und Standesvertreter, für den die Anliegen von Kollegen und Patienten immer oberste Priorität hatten. "Die Zusammenarbeit mit ihm war stets von Lösungsorientiertheit und vor allem gegenseitiger Wertschätzung geprägt", sagte die Gesundheitsministerin in einer Aussendung.

Sozialminister Alois Stöger (SPÖ), der in seiner früheren Funktion als Gesundheitsminister eng mit Dorner zusammengearbeitet hatte, schätzte den verstorbenen Alt-Präsidenten als "fachlich versierten und geradlinigen Verhandlungspartner, der viel zur Weiterentwicklung des österreichischen Gesundheitssystems beigetragen hat". Dorner habe die Ärzteschaft engagiert vertreten, dabei seien für ihn aber immer die Interessen der Patienten an erster Stelle gestanden.

Der Vorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Alexander Biach, würdigte Dorner als "starke und den gesamten Berufsstand der Ärzteschaft prägende Persönlichkeit". Die Zusammenarbeit mit Dorner sei immer von Kompromissbereitschaft und Einvernehmen geprägt gewesen. Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse und Vorsitzende der Trägerkonferenz, meinte, wie sehr Dorner die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems am Herzen gelegen ist, "zeigt die Tatsache, dass in seiner Ära die ersten Gruppenpraxen in Wien umgesetzt worden sind".

Für ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger war Dorner "ein Kämpfer mit Herz, der über 30 Jahre lang Unglaubliches für die Ärzteschaft geleistet hat. Kein Anliegen war ihm zu gering." Die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses und freiheitliche Gesundheitssprecherin, Dagmar Belakowitsch-Jenewein, meinte, dass Dorner in seiner Präsidentschaft sowohl der Wiener als auch der Österreichischen Ärztekammer seinen Stempel aufgedrückt habe.

apa.at

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