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APA-Artikel 14. Juni 2017

Steirischer Gesundheitsstrukturplan 2 - Kritik von FPÖ und KPÖ

Scharfe Kritik hat die steirische FPÖ am Mittwoch am "Regionalen Strukturplan Gesundheit Steiermark" (RSG 2025) geübt. Die Regionen würden aufgrund des Strukturplanes "massive Einschnitte" erleben, so FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek. Der KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler war es unklar, wie mit den rund 30 Gesundheitszentren eine flächendeckende Primärversorgung gewährleistet werden soll.

Laut dem vorliegenden Strukturplan würden in der Steiermark "bis zu 800 Krankenhausbetten in der Steiermark gestrichen", wie in einer Aussendung des steirischen FPÖ-Klubobmannes hervorgehoben wurde. Der Ersatz der Krankenhausstandorte in Bad Aussee und Rottenmann durch Facharztzentren würde zum Verlust regionaler Arbeitsplätze führen. Darüber hinaus fehle ein Konzept gegen den vorherrschenden Ärztemangel, wurde kritisiert.

"Von einer Verbesserung des Gesundheitswesens kann keine Rede sein", kritisierte Kunasek. FPÖ-Gesundheitssprecherin Hedwig Staller fürchtete, dass das Gesundheitstelefon als Kompensation für niedergelassene Mediziner gesehen werden könnte. Ihre Kritikpunkte wollen die Freiheitlichen noch im Landtag thematisieren. "Eine echte Einbindung aller Landtagsparteien, insbesondere die Berücksichtigung von Ideen und Vorschlägen der Opposition" habe laut Staller überhaupt nicht stattgefunden.

Laut Klimt-Weithaler sei von den ursprünglich 100 geplanten Primärversorgungszentren "nicht viel übriggeblieben". Wie mit den angekündigten 28 neuen Gesundheitszentren eine flächendeckende Versorgung gewährleistet sein soll sei unklar, denn laut Ärztekammer seien zusätzliche Stellen für Allgemeinmediziner nicht eingeplant, hieß es in der Aussendung des KPÖ-Landtagsklubs. Zusätzlich stellten sich die Kommunisten gegen mögliche Privatisierungspläne im Gesundheitswesen: "Offenbar rechnen sich einige schon ein gutes Geschäft aus, wenn Gesundheitszentren von gewinnorientierten Konzernen betrieben werden", hieß es in der Aussendung.

apa.at

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