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APA-Artikel 17. März 2017

Kinder-Rehabilitation: Spatenstich für Zentrum in der Steiermark

Herz- und lungenkranke Kinder aus der Steiermark, Kärnten und dem Südburgenland können ab Jänner 2018 in einer neuen Reha-Einrichtung an der steirisch-kärntnerischen Grenze betreut werden. Am Freitag hat in Wildbad (Bezirk Murau) der Spatenstich für den Bau der Einrichtung stattgefunden. Sie stellt auch Plätze für die psychiatrische Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen bereit.

Rund 5.000 Kinder in Österreich sind so schwer krank oder behindert, dass sie eine Rehabilitation brauchen. In Österreich gab es bis dato aber keine speziellen Kinder-Rehazentren. Kranke Kinder wurden bisher für eine Rehabilitation größtenteils gemeinsam mit viel älteren Patienten betreut oder mussten in Einrichtungen im Ausland ausweichen. Vor mehr als zwei Jahren haben sich Sozialversicherungen und die Bundesländer daher auf den gemeinsamen Ausbau der Rehabilitation für schwerkranke Kinder geeinigt. Am Freitag sind in der Steiermark die Arbeiten zum ersten Neubau angelaufen.

Der Komplex mit 28 Plätzen für die kardiologische und pulmologische Rehabilitation sowie 24 Plätzen für junge Patienten mit psychischen und psychosomatischen Problemen wird am Areal der OptimaMed Gesundheitstherme Wildbad errichtet. Insgesamt werden vom Tochterunternehmen SeneCura neun Millionen Euro für den Reha-Bau investiert. Bürgermeister Josef Maier zeigte sich glücklich, mit der SeneCura, die österreichweit 58 Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen betreibt, "einen verlässlichen Partner" gefunden zu haben.

"Wir verfügen über große Expertise im Reha-Bereich und sind stolz darauf, dass wir hier optimale Bedingungen für die Rehabilitation von Familien schaffen", hob Alois Pacher, Direktor der Gesundheitstherme beim Spatenstich hervor. Pacher trägt auch die Gesamtverantwortung für die Kinder-Reha. Der Komplex wird an eine psychiatrische Reha-Einrichtung für Erwachsene angegliedert. In dieses seit dem Vorjahr bestehende Zentrum können erziehungsberechtigte Patienten ihre Kinder zum Reha-Aufenthalt mitnehmen. "In der Kinder-Reha drehen wir das Konzept um, und die Kinder nehmen ihre Eltern mit", sagte Pacher zur APA. Als medizinischer Leiter wurde der Kärntner Kinderfacharzt Martin Edlinger berufen.

Aus Sicht des steirischen Wirtschaftslandesrates Christian Buchmann (ÖVP) werde mit dem Bau der Kinder-Reha "eine wichtige Versorgungslücke geschlossen". Es werde auch rund 70 neue Arbeitsplätze (45 Arbeitsplätze im Vollzeitäquivalent) im Bereich Gesundheit, Pflege, Verwaltung und Gastronomie geben, führte Direktor Pacher gegenüber der APA aus.

Im aktuellen Rehaplan ist der Bedarf an Kinder-Rehabilitationszentren für ganz Österreich in vier Versorgungszonen mit elf Indikationsgruppen und insgesamt 343 Betten für Kinder und Jugendliche (zuzüglich 50 Betten für Angehörige) vorgesehen. Die Ausschreibung erfolgte nach der medizinischen Indikation, also der Art der Behandlung. In der Steiermark ist weiters in Gratwein-Straßengel nördlich von Graz der Ausbau des Angebotes für mobilisierende Indikationen geplant.

apa.at

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