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Fotos (4): Nobel Biocare™, Zürich
Abb. 1: Schematische Darstellung des neuen NobelProcera™ System Scanners (NobelBiocare™, Zürich), basierend auf einer lichtoptischen Objekterfassung mittels konoskopischer Holographie.

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Abb. 2a und b: Eine deutliche Effizienzsteigerung im Zahntechnischen Labor stellt die Gerüstgenerierung auf der Grundlage einer virtuellen Zahndatenbank dar. Nach einem automatischen „Vorschlag“ der Gerüststruktur durch die Software, kann diese virtuell an die Nachbarbezahnung angepasst werden. Ebenfalls voll automatisiert erfolgt im Anschluss die Erkennung der Präparationsgrenzen und die richtige Ausformung der Brückenstruktur, sowie ein „cut-back“ für die Verblendkeramik (NobelProcera™ Software).

Abb. 3: Ein wesentlicher Aspekt für den langfristigen Erfolg von Brückenkonstruktionen aus Oxidkeramik ist das Design und die Stärke der Verbindungselemente zwischen Brückenglied und Brückenanker. Neben der Kontrolle der Gesamtquerschnittfläche können die vertikale Höhe und die verbleibende Höhe für die Verblendkeramik leicht kontrolliert werden (NobelProcera™ Software).

 
Zahnheilkunde 3. Mai 2010

Die neue NobelProcera™ Technologie

Grundlage des Systems ist eines der modernsten optischen Scanverfahren für die digitale Datenerfassung.

Das NobelProcera™ System der Firma Nobel Biocare™ bietet ein umfassendes Produktportfolio modernster CAD/CAM Lösungen für jede klinische Situation im Praxisalltag. Dabei stehen eine Vielzahl an Materialien, zum Beispiel Oxidkeramiken wie Zirkoniumdioxid (ZrO2) und Aluminiumoxid (Al2O3), sowie Titan, Kunststoffe und Nichtedelmetalle (CoCr) zur Verfügung. Das Indikationsspektrum des NobelProcera™ Systems reicht dabei von der Einzelzahnkrone und mehrgliedrigen Brückenkonstruktionen auf natürlichen Pfeilerzähnen über individuelle Keramikabutments auf Implantaten, bis zu großspannigen zementierten oder verschraubten Suprakonstruktionen auf Implantaten. Während sich Titankon- struktionen, insbesondere als Steg- lösungen für herausnehmbare, implantatgetragene Suprakonstruktionen bewährt haben, stellen CAD/CAM gefertigte CoCr-Gerüste eine kostengünstige Alternative zu konventionellen hochgoldhaltigen Legierungen dar.

Vollkeramik setzt sich durch

Durch umfangreiche Studien und neue Erkenntnisse haben die Verwendung und die klinische Sicherheit vollkeramischer Restaurationen aus Aluminiumoxid und Yttrium-stabilisierter Zirkoniumdioxidkeramik in der täglichen Praxis deutlich zugenommen. Hervorzuheben sind neben der adäquaten Stabilität vor allem auch die Biokompatibilität der Werkstoffe und die ästhetischen Möglichkeiten. Beide Materialien verfügen aufgrund ihrer Mikrostruktur und der speziellen Herstellungsverfahren im zentralisierten NobelProcera™-Herstellungsprozess über hervorragende Stabilität. Auch wenn die Biegefestigkeit von Aluminiumoxid unter der initialen Biegefestigkeit von Zirkoniumdioxid liegt, weisen dichtgesinterte Al2O3-Gerüste durchaus Vorteile gegenüber ZrO2 auf. Bessere lichtoptische Eigenschaften der Aluminiumoxidkeramik und langjährige klinische Studienergebnisse (>10 Jahre) prädestinieren diese für eine Anwendung in ästhetisch anspruchsvollen Bereichen, vor allem der Frontzahnregion. Dabei reicht das Indikationsspektrum von NobelProcera™ Alumina von vestibulären Verblendschalen über Einzelkronen bis hin zu viergliedrigen Brückengerüsten.

Material & Fertigung

Ein wichtiger, klinischer Aspekt bei der Herstellung von Oxidkeramikrestauration ist eine kontinuierliche, gleichbleibende Qualität der Materialien und Fertigungsprozesse. Dabei ist nicht ein einzelner Aspekt entscheidend, sondern die gesamte Prozesskette bestimmt letztendlich den Erfolg der gesamten Behandlung. Hierbei bietet die zentralisierte Herstellung sämtlicher NobelProcera™ Produkte durch eine permanente Überwachung aller Produktionsschritte und Umgebungsbedingungen, insbesondere des Industriellen Sinterprozesses bei Zirkon, sowie die freie Wahl verschiedener Materialien mit präzise darauf abgestimmter Frässysteme ein Maximum an Sicherheit für Anwender und Patient. Durch modernste Produktionseinheiten wird gewährleistet, dass alle Gerüste „Ready-to-use“ sind und nur minimal im Labor adaptiert werden müssen.

Modernstes Scanverfahren

Grundlage des NobelProcera™ Systems ist eines der modernsten optischen Scanverfahren für die digitale Datenerfassung, basierend auf dem Prinzip der konoskopischen Holografie. Die herausragende Besonderheit des Scanverfahrens ist, dass neben konventionellen Gipsmodellen besonders auch herkömmliche Abformungen mit einem Höchstmaß an Präzision digitalisiert werden können. Auf dem durch den Scanvorgang gewonnenen, virtuellen Modell kann die gewünschte Restauration unmittelbar in der intuitiven NobelProcera™ Software designt und im Anschluss industriell hergestellt werden. Zeit- und kostenintensive Arbeitsschritte wie Modellherstellung oder Wax-up werden so umgangen. Die über den vorhandenen Datensatz erstellten Modelle können auf diese Weise virtuell über einen beliebig langen Zeitraum gespeichert und auf Wunsch auch noch nach Jahren in beliebiger Anzahl und in höchster Präzision industriell angefertigt werden.

Software

Mit der NobelProcera™ Software kann nicht nur die optimale Form und Größe von Kronen und Brücken aus einer virtuellen „Zahnbibliothek“ heraus gestaltet, sondern auch auf der Grundlage eines Scans des Bissregistrates die okklusale Morphologie adaptiert an die Gegenbezahnung und vorhandenen Okklusionskontakte dargestellt und angepasst werden. Eine automatische „Cut-back“ Funktion reduziert in einem weiteren Schritt die virtuelle Restauration um den Betrag der späteren Verblendkeramik. Hierdurch ist eine ideale und homogene Verblendkeramikschichtstärke gewährleistet.

Klinischer Langzeiterfolg

Ein nicht weniger wichtiger und in der Vergangenheit in vielen Fällen nur schwer zu kontrollierender Aspekt für den klinischen Langzeiterfolg von Brückengerüsten ist die Form und Dimensionierung der Verbindungselemente (Konnektoren) zwischen Brückengliedern und Brückenankern. So zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass Gerüststrukturen nur bei ausreichender vertikaler Höhe und ausreichendem Querschnitt den Dauerbelastungen standhalten können. Ein zusätzlicher, den klinischen Langzeiterfolg der Verblendkeramik beeinflussender Faktor ist, dass scharfen Kanten und Übergänge vermieden werden sollten, um punktuelle Belastungsspitzen bei Krafteinleitung zu unterbinden.

Auch diese Aspekte werden im NobelProcera™ System berücksichtigt und unterstützen den Anwender durch eine automatische Anpassung der Form bei Veränderungen in den Dimensionen.

Updates und Garantie

Die Softwareparameter werden kontinuierlich und regelmäßig an die aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst. Die hohe Qualitätssicherheit im Hause Nobel Biocare wird zusätzlich durch eine 5-Jahresgarantie auf alle Produkte des NobelProcera™ Systems und dessen Komponente gestützt.

Quelle: Nobel Biocare

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