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APA-Artikel 12. Oktober 2017

Darabos präsentierte Pläne für Krankenhaus-Neubau in Oberwart

In Oberwart laufen die Planungsarbeiten zum Neubau des Krankenhauses. Details hat Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ) am Mittwoch bei einem Besuch im Spital präsentiert. Die Fertigstellung des 320-Betten-Spitals um rund 160 Millionen Euro solle "Beginn der 2020er-Jahre - je früher, desto besser" erfolgen, sagte Darabos vor Journalisten.

Beim Neubau, der beispielsweise das Vierfache der Baukosten der Kaserne Güssing ausmache, handle es sich um das "größte gesundheitspolitische Vorhaben" des Burgenlandes, so Darabos. "Wir werden in der Region mit dem neuen Krankenhaus über 1.100 Arbeitsplätze langfristig absichern", stellte Darabos fest. Für die Patienten bedeute dies eine Gesundheitsversorgung auf internationalem Standardniveau. Derzeit würden die Ausschreibungen betreffend die begleitende Kontrolle und die örtliche Bauaufsicht ausgewertet, bald sollen diese Positionen vergeben werden. Die Ausschreibung für den Generalunternehmer folgt demnächst.

Der Projektleiter für den Spitalsneubau, Josef Strohmaier und Pflegedirektor Andreas Schmidt erläuterten Details des Großvorhabens: Im Rahmen der Vorbereitung seien bisher mehr als 120 Gespräche mit den verschiedenen Benutzergruppen geführt worden - vom klinischen Bereich bis hin zur Logistik und Verwaltung. Auch mit mehr als einem Dutzend Behörden - vom Bau bis zur Luftfahrt - galt es, Vorgespräche zu führen.

Das neue Krankenhaus entsteht auf freien Gelände neben dem bisherigen Spital auf einer Fläche von rund 26.000 Quadratmetern. Es gliedert sich in sieben lang gezogene Gebäude, die sich von Norden Richtung Süden erstrecken. Sie sind verbunden durch ein zentrales Bauelement, eine "Magistrale". Fünf Trakte sind für den klinischen Bereich vorgesehen, zwei weitere dienen der Logistik und der Verwaltung. Im siebenten Bauteil sollen neben einem klinischen Bereich auch Service, Gastronomie und die Seelsorge untergebracht werden.

Im ersten Geschoß werden Operationssäle und Behandlungsbereiche eingerichtet. In den beiden darüberliegenden Etagen sollen die Stationen angesiedelt werden. Das vierte Obergeschoß ist die Ebene für den Heliport, der mit einem Lift zu erreichen sein wird.

Die Bruttogrundfläche des Spitalsbaus, dessen einzelne Trakte über bis zu fünf Geschoße verfügen, beträgt etwa 50.000 Quadratmeter. Rund zwei Drittel der Fläche sind für Untersuchung, Behandlung und Pflege vorgesehen. Das Verkehrskonzept sieht vor, die Zu- und Abfahrt der einzelnen Ströme - Mitarbeiter, Patienten sowie Logistik und Rettung - zu trennen.

Das neue Krankenhaus werde trotz Reduktion von Betten wesentlich leistungsfähiger sein, erläuterte der Ärztliche Direktor Kurt Resetarits. So soll etwa der tagesklinische Bereich ausgebaut werden. Außerdem sei die Aufenthaltszeit pro Patient - früher waren es sechs bis neun Tage - deutlich kürzer geworden.

apa.at

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