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APA-Artikel 11. Oktober 2017

Landesklinikum Baden: Bericht über Mängel liegt vor

Im Zusammenhang mit der Pannenserie im vor etwas mehr als einem Jahr eröffneten Neubau des Landesklinikums Baden weist ein Bericht auf eine "unüblich hohe Zahl an Mängeln" im Bereich der Wasser- und Abwasserinstallationen hin. Insgesamt sei die Anzahl der Baumängel aus den unterschiedlichen Gewerken "im üblichen Bereich, verglichen mit Bauprojekten dieser Dimension".

Im Bereich der Wasser- und Abwasserinstallationen wurden in dem Bericht acht Schäden im Zeitraum vom 9. Juli bis zum 21. September aufgelistet. Alle - u.a. jener auf etwa 6.500 Quadratmetern im Keller (die gesamte Fläche der Personalgarderoben, Teile der Technikflächen, Teile von Lager- und Rangierflächen) - seien "in Bearbeitung und werden voraussichtlich bis Ende 2017 behoben sein". Diese Zeit sei "notwendig, um die Sanierungsarbeiten bei aufrechter Betriebserhaltung ordnungsgemäß durchzuführen".

Es sei ihm wichtig, dass es "in keiner Situation eine Gefährdung für Patientinnen und Patienten gegeben" habe, betonte LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP). Die Sanierung laufe, zusätzliche Fachleute und erfahrene Monteure würden die bisher befassten Firmen unterstützen und kontrollieren. "Wir befinden uns im Rahmen der Gewährleistungsfrist", sagte Pernkopf weiter. Das Land NÖ werde alle Schritte unternehmen, um sich schadlos zu halten.

Aufgrund der Schadensfälle wurde das deutsche Ingenieurbüro "Drees & Sommer" zusätzlich zur bestehenden Bauaufsicht durch den Generalplaner mit einer Kontrolle und Abnahme beauftragt. Seit 29. September ist ein Team aus Monteuren und einer begleitenden technischen Kontrolle im Einsatz. "Damit sollen vorhandene Schwachstellen geortet und im Rahmen der Gewährleistung von den Verursachern professionell behoben werden", heißt es in dem von der NÖ Landeskliniken-Holding vorgelegten Bericht. Seitens des Klinikums sei stets rasch, präzise und mit Bedacht gehandelt worden. Dies bestätige auch eine Stellungnahme des NÖ Patientenanwaltes Gerald Bachinger.

Dass es zu einer Anhäufung von Mängeln und Schäden im Bereich der Wasser- und Abwasserinstallationen gekommen ist, sei "unüblich und lässt den Rückschluss auf eine qualitativ schlechte Ausführung der Installationsfirma sowie der Bauaufsicht zu. Da sich das Gebäude des Klinikums noch innerhalb der Gewährleistungsfristen befindet, werden die Mängel durch die ausführenden Firmen unter Koordination des Generalplaners saniert. Die Wasserschäden werden evaluiert, dokumentiert und gemäß dem Verursacherprinzip zugeordnet", wird in dem Bericht festgehalten. Die Behebung der Schäden und deren Folgeschäden erfolge weitestgehend durch die ursprünglichen Errichterfirmen – ebenfalls unter Koordination des Generalplaners.

Ergänzend dazu wurde eine "technische Qualitätssicherung" für den Bereich der Wasser- und Abwasserinstallationen eingesetzt. Diese setzt sich laut dem Bericht aus einem externen Fachkonsulenten und einem Installationsunternehmen zusammen. Überprüft würden "sukzessive in Abstimmung mit dem Haus die gesamten Installationen".

apa.at

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