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APA-Artikel 25. September 2017

Tarifverhandlungen: WGKK verweist auf Erhöhungen in der Vergangenheit

Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) sieht die Forderung der Ärztekammer nach einer bis zu 40-prozentigen Tariferhöhung für Hausärzte "gelassen" und verweist auf Anhebungen in der Vergangenheit. Ein Allgemeinmediziner mit einem WGKK-Vertrag komme somit pro Jahr auf durchschnittlich 213.000 Euro an Honoraren, hieß es am Montag. Die Kammer verbreite schlechte Stimmung, so der Vorwurf.

Konkret seien die Tarife für Allgemeinmediziner von 2011 auf 2016 um 28,02 Prozent gestiegen, jene der Fachärzte je nach Fachgruppe zwischen 16,56 und 34,73 Prozent, rechnete die Gebietskrankenkasse vor. "Statt ständig höhere Honorare zu fordern, sollte die Standesvertretung die Studentinnen und Studenten sachlich über den Beruf der Allgemeinmedizinerin/des Allgemeinmediziners informieren und nicht die Nachwuchskräfte abschrecken", so der Appell in einer Aussendung. Die Ärztekammer informiere nämlich nicht über die Chancen, sondern nur über die Belastungen des Berufs.

Außerdem lege sich die Ärztekammer quer, wenn es um die rasche Erweiterung der Öffnungszeiten oder bei der - heute ebenfalls von der Berufsvertretung geforderten - Anstellung von Ärzten bei Ärzten geht. Letztere sei jüngst im Nationalrat diskutiert worden, aber am Widerstand der Kammer gescheitert. Dem Wunsch nach einer Aufhebung von Leistungsdeckelungen erteilt die WGKK eine Absage. Die Limitierung sei einerseits Teil des mit der Kammer ausverhandelten Tarifkatalogs und berücksichtige andererseits die medizinischen Notwendigkeiten.

apa.at

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