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APA-Artikel 20. September 2017

ÖVP Burgenland fordert Maßnahmen gegen Ärztemangel

Die ÖVP Burgenland fordert in einem Dringlichkeitsantrag, der am Donnerstag im Landtag eingebracht werden soll, Maßnahmen zur Bekämpfung des Ärztemangels. "Spätestens 2025 wird mehr als die Hälfte aller Ärzte in Pension gehen. Spätestens dann haben wir einen großen Mangel an Fach- und Hausärzten", sagte Landesgeschäftsführer Christoph Wolf am Mittwoch.

Derzeit gebe es im Burgenland 234 Kassen- und 286 Wahlärzte. Zwei Drittel der Kassen- und 75 Prozent der Hausärzte gingen in den nächsten acht Jahren in Pension, so Wolf vor Journalisten. Das sei eine maßgebliche Zahl, dieser Entwicklung müsse man entgegentreten. Mehr als 50 Prozent der jungen Mediziner würden zudem nach dem Studium das Land verlassen.

Ein weiterer aus Sicht der ÖVP wichtiger Punkt in der Landtagssitzung betreffe den Beschluss eines Spekulationsverbotsgesetzes. Entscheidend sei, "dass wir die Spekulationen im Burgenland endlich beenden", sagte Wolf. Das sei "ein leidiges Thema". Das Land habe mittlerweile durch Zinstauschgeschäfte "über 50 Millionen Euro in den Sand gesetzt".

In Vergangenheit sei den Gemeinden verboten worden, zu spekulieren, das Land habe es trotzdem getan. "Diese Ungleichbehandlung sollte nun beendet werden". Er hoffe, dass man dann aus den Spekulationsgeschäften soweit aussteige, dass es einen geringeren Schaden für das Land verursache, als wenn man diese bis ins Jahr 2033 fortführen würde, meinte Wolf.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stehe ein Maßnahmenpaket der ÖVP zur Internationalisierungsoffensive: "Wir wollen, dass das Land Burgenland jenen Unternehmen unter die Arme greift, die exportorientiert sind." Im Burgenland hätten extrem viele Firmen eine hohe Exportquote.

apa.at

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