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APA-Artikel 20. September 2017

Pflege - Forderungen von Caritas und Volksanwaltschaft

Caritas und Volksanwaltschaft haben vor der Wahl Forderungen zur Pflege aufgestellt. Darunter befinden sich gesicherte Finanzierung, Kontrollen und einheitliche Standards, zusätzliches Personal sowie die Umsetzung der Demenzstrategie. "Die Zukunft der Pflege ist entscheidend für die Zukunft unserer Gesellschaft", erinnerte Caritas-Präsident Michael Landau am Mittwoch in einer Pressekonferenz.

"Wir müssen heute reagieren, um auch morgen eine an der Würde des Menschen Maß nehmende Pflege sicherzustellen", appellierte Landau an die politischen Entscheidungsträger. Gemeinsam mit Volksanwalt Günther Kräuter skizzierte er jene Reformen, die von der nächsten Bundesregierung dringend angegangen werden müssen, denn: "Wir werden älter." Auch laut Kräuter herrscht Handlungsbedarf. Fragen der Pflege seien immer auch Fragen der Menschenrechte.

Allen voran müsse die Pflegefinanzierung gesichert werden. Landau zeigte sich zwar "dankbar", dass der Regress von der Regierung abgeschafft worden sei, aber: "Von einer umfassenden Pflegerreform, wie sie dringend notwendig ist, sind wir nach wie vor weit entfernt." Auch beim Pflegegeld dürfe man die Menschen nicht im Stich lassen, so der Caritas-Präsident. Er forderte abermals eine jährliche Valorisierung der Leistung.

Auch eine österreichweit einheitliche Qualitäts- und Versorgungsstandards forderte Landau erneut. Es sei ungerecht, wenn Menschen in manchen Bundesländern schlechtere Hilfe zukomme als in anderen. Kräuter verwies auf den jüngsten Bericht der Volksanwaltschaft, der zum Teil erhebliche Missstände im Pflegewesen thematisiert hatte und verlangte, die Mittel des Pflegefonds österreichweit an einheitliche und verbindliche Qualitätsstandards zu knüpfen.

Nicht zuletzt benötigt es für Caritas und Volksanwaltschaft mehr sowie besser qualifiziertes Personal in der Pflegebranche. Kräuter: "Das Pflegepersonal leistet überwiegend sehr engagierte Arbeit. Oft jedoch am Rande der Belastbarkeit." Aber auch die Angehörigen gehörten besser unterstützt. Neben mehr öffentlich geförderten sowie leistbaren Beratungs- und Unterstützungsleistungen fordert die Caritas auch einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz und Pflegeteilzeit.

Nicht zuletzt soll auch die 2015 von der Regierung vorgestellte Demenzstrategie umgesetzt werden. Denn neben einer alternden Bevölkerung stelle die Zunahme demenzieller Erkrankungen eine der größten Herausforderungen im Pflege- und Gesundheitsbereich dar, sagte Landau. Die Künstlerin Cornelia Bast stellte zudem ihre Reihe "Lebenswelten" vor. Dabei handelt es sich um Workshops und Interaktionen rund um das Thema an mehreren Orten in Wien.

apa.at

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