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APA-Artikel 18. September 2017

Pflege - Volkshilfe fordert einheitliche Standards

Wie so vieles in Österreich, ist auch das Thema Pflege Ländersache. Die Volkshilfe forderte am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien einheitliche Mindeststandards im mobilen und stationären Bereich. Laut dem jüngsten Sozialbarometer wird dies von 91 Prozent der Bevölkerung unterstützt.

Die bisherigen Bemühungen bezüglich einer Vereinheitlichung hätten in einer Verbürokratisierung geendet: "Wir dokumentieren immer mehr, haben aber immer weniger Zeit für die Menschen", kritisierte Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe. Man müsse die Durchführungsbestimmungen ändern, um weg vom Stechuhrprinzip zu kommen.

Angesichts des immer größer werdenden Anteils an Pflegebedürftigen, mit denen die Zahl des geschulten Personals und das Angebot entsprechender Einrichtungen nicht mithalten können, müssten mehr semistationäre Einrichtungen geschaffen werden. Durch Tagespflege könne man pflegende Angehörige im Beruf halten und zudem eine Auszeit bei Überforderung bieten.

Neben den Mindeststandards befürworten jeweils große Mehrheiten der Österreicher auch die weiteren Forderungen der Volkshilfe: Dazu gehören eine Valorisierung des Pflegegeldes, dass sich alle, unabhängig vom Einkommen, eine entsprechende mobile Betreuung leisten können sollen sowie ein Rechtsanspruch auf Pflegekarenz. Einzig einer zweckgebundenen Erbschaftssteuer, für die Fenninger neben einer Art Versicherung eintritt, kann die Mehrheit der Befragten (45 Prozent Gegner gegenüber 44 Befürwortern) nichts abgewinnen.

apa.at

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