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APA-Artikel 7. September 2017

Pilzbefall im Landesklinikum Baden: Schadensforschung hat begonnen

Nach der Sperre der Intensivstation im Landesklinikum Baden wegen Pilzbefalls ist laut Helmut Krenn, Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding, umgehend mit einer unabhängigen Schadensforschung begonnen worden. "Hier werden sich Generalplaner und Architekten erklären müssen", teilte Krenn am Donnerstag mit. Der betroffene Raum werde untersucht und saniert. Grüne und NEOS forderten Aufklärung.

Der Feuchtigkeitsschaden wurde der Aussendung zufolge in der Medikamentenaufbereitung der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin im Landesklinikum Baden festgestellt. Im Raum neben der Intensivstation gebe es einen Pilzbefall in der Größe von 50 mal 50 Zentimetern. "Der Raum wird im Moment weiter untersucht und von Experten saniert", erklärte Krenn. Als Präventionsmaßnahme wurden am Mittwoch sechs Patienten in die Kliniken Wiener Neustadt und Mödling verlegt. "Größten Stellenwert haben die Gesundheit und die Sicherheit der PatientInnen und unserer MitarbeiterInnen", wurde betont. Wie lange die Sperre dauere, sei noch nicht absehbar, meinte Bernhard Jany, Sprecher der Landeskliniken-Holding, auf Nachfrage.

NÖ Patientenanwalt Gerald Bachinger lobte in der Aussendung die Vorgehensweise im Klinikum: "Eine vorbildliche Abwicklung - vom Inkraftsetzen eines Notfallplans bis zur Einschaltung der entsprechenden Behörden."

Die Grüne Landessprecherin und Klubobfrau Helga Krismer forderte von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) in einer Aussendung "volle Aufklärung und Transparenz über die Verantwortlichkeit und die Mehrkosten durch die dadurch notwendige Sanierung". Der Vorfall sei "ein weiterer negativer Höhepunkt des 190 Millionen teuren Krankenhauses", das vor rund einem Jahr eröffnet wurde. Krismer kündigte dazu eine Anfrage im niederösterreichischen Landtag an.

"Umfassende Aufklärung" verlangte auch Abg. Niki Scherak, Spitzenkandidat der NEOS Niederösterreich für die Nationalratswahl. "Wir brauchen im Umkreis von wenigen Kilometern nicht mehrere Krankenhausstandorte, zwischen denen die Patienten ständig hin- und hertransportiert werden müssen. Zusätzlich zu diesen Unannehmlichkeiten treten jetzt auch noch Baumängel am laufenden Band auf", kritisierte Scherak. Die Vorkommnisse im Landesklinikum würden einmal mehr zeigen, wie unverantwortlich in Niederösterreich mit Steuergeld umgegangen werde.

apa.at

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