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APA-Artikel 23. August 2017

SPÖ NÖ für Verkürzung der Wartezeiten für Operationen

Niederösterreichs Sozialdemokraten geht es, wie Landesparteivorsitzender Franz Schnabl in einer Pressekonferenz am Mittwoch betonte, um ein bestmögliches Gesundheitssystem. Handlungsbedarf sah er bei den Wartezeiten für planbare Operationen, die - durch verbesserte Terminkoordination und Zusammenarbeit der einzelnen Krankenhäuser, aber auch Bundesländer - verkürzt werden müssten.

Das betreffe die Bereiche Neurochirurgie, Orthopädie und Augenheilkunde. Als Beispiele führte Schnabl an, dass die Wartezeit bei Kniegelenksprothesen im Landesklinikum Neunkirchen im Durchschnitt bei 60,5 Wochen liege - im Vergleich dazu in Wien bei 210 Tagen. Ähnlich verhalte es sich mit durchschnittlich 60 Wochen Warten auf eine Katarakt-OP an der Augenabteilung des Waldviertelklinikums Horn. Gesundheitslandesrat Maurice Androsch (SPÖ) - für die Landeskliniken nicht ressortzuständig - verwies darauf, dass es Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) bereits gelungen sei, die CT- und MR-Wartezeiten zu verkürzen. Schnabl würde es für sinnvoll erachten, wenn die derzeit aufgesplitteten Kompetenzen im Gesundheitsbereich in Niederösterreich in der nächsten Legislaturperiode in eine Hand kämen.

Androsch sprach weiters den extramuralen Bereich an, wo man in die Zukunft denken müsse. Im Zeitraum bis 2025 würden 50 bis 60 Prozent der Ärzte in Pension gehen, es werde dann notwendig sein, die Ordinationen in den Regionen aufzufüllen. Aktuell hätten 780 Hausärzte Kassenverträge, wobei nur sechs Kassenstellen derzeit nicht besetzt seien. Wahlärzte, deren Zahl fast doppelt so hoch sei, müssten dafür gewonnen werden, Kassenverträge anzunehmen. Weiters brauche es intensive Informationsarbeit für die Studierenden, von denen nur zwei Prozent als Hausärzte tätig werden wollen, Fördermodelle für Ordinationseröffnungen, Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine entsprechende Honorierung der Leistungen.

Unter schwierigen Arbeitsbedingungen sei das Pflegepersonal tätig, nannte der Landesrat viele Überstunden in diesem Bereich. 60 zusätzlich geschaffene Planstellen im Bundesland seien ein erster wichtiger Schritt, insgesamt würden 500 bis 1.000 fehlen.

apa.at

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