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APA-Artikel 21. August 2017

Alpbacher Gesundheitsgespräche: 2 - Lebensstil mitentscheidend

"Gesundheitsgefahren beginnen oder enden nicht mit dem Zugang zur Gesundheitsversorgung. Sie beginnen oder enden mit Armut", sagte US-Expertin Catherine Bertini, ehemalige Generaldirektorin des Welt-Ernährungsprogrammes der UNO Sonntagabend bei der Eröffnung der Alpbacher Gesundheitsgespräche.

70 Prozent der Todesfälle in der Altersgruppe der 30- bis 69-Jährigen seien weltweit bereits auf nicht übertragbare Erkrankungen oder Unfälle zurückzuführen, die vor allem durch Armut, krank machenden Lebensstil und Umweltfaktoren (Wohnen, Verkehrsunfälle etc.) entstünden bzw. verursacht würden. "Alkoholkonsum, Tabak, ungesunder Lebensstil und ungesunde Ernährung kosten uns zwischen den Jahren 2011 und 2030 47 Billionen US-Dollar", sagte Catherine Bertini.

Eine besondere Herausforderung stellen Übergewicht und Adipositas dar. "600 Millionen Menschen sind adipös. Das sind 13 Prozent der Weltbevölkerung. 2014 waren 1,9 Milliarden Menschen übergewichtig oder 39 Prozent der Weltbevölkerung. Gleichzeitig waren deutliche weniger Erwachsene - 462 Millionen - mangelernährt", berichtete die Wissenschafterin.

Weltweit müsse der Ernährung einfach mehr Gewicht in der Gesundheitspolitik eingeräumt werden. Das reiche bis zu einer Veränderung bei den Agrarsubventionen. Für die Entwicklung der Kinder müsse man sich noch mehr als bisher auf die entscheidende Zeitspanne vom Beginn der Schwangerschaft bis ins zweite Lebensjahr konzentrieren. Genauso wichtig seien Bildung und Informationssysteme um gesundheitsrelevante Informationen weiterzugeben.

apa.at

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