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APA-Artikel 17. August 2017

Ärztekammer Burgenland drängt auf Reform bei Bereitschaftsdiensten

Die Ärztekammer Burgenland fordert im Hinblick auf einen drohenden Ärztemangel eine Reform der Bereitschaftsdienste für Allgemeinmediziner. Das im Bezirk Oberwart laufende Projekt "Akutordination" sollte umgehend auf das ganze Burgenland ausgerollt werden, verlangte die Standesvertretung am Donnerstag in einer Aussendung.

Im Bezirk Oberwart würden eine Akutordination im Krankenhaus, ein visitenfahrender Arzt und ein Telefonarzt die dortige Bevölkerung "zur vollsten Zufriedenheit" versorgen. Umgelegt auf das gesamte Burgenland wünscht sich die Ärztekammer fünf Akutordinationen an den Spitalsstandorten sowie "fünf oder sechs" visitenfahrende Ärzte und einen Telefonarzt, der ab 19.00 Uhr erreichbar sei. Dies wäre "ein zukunftsweisender Ansatz für die ärztliche Basisversorgung in der Nacht", hieß es seitens der Kammer.

Zehn bis 15 Nachtdienste im Monat in manchen Sprengeln würden Burgenland im Vergleich zu den benachbarten Bundesländern, wo es derartige Dienste nicht oder nicht in diesem Umfang gebe, "äußerst unattraktiv" machen. Deshalb sollte die Akutordination landesweit umgesetzt werden. Durch die dann "überschaubare Belastung" für die einzelnen Ärzte gewinne das Burgenland massiv als Standort für junge Mediziner.

Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ) hatte Ende Juni festgestellt, dass die Akutordination in Oberwart als Pilotprojekt "großen Anklang" bei Patienten und Ärzten finde. Ziel sei es, bis 2021 im Burgenland drei Primärversorgungszentren zu etablieren.

apa.at

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