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APA-Artikel 19. Juli 2017

Wiener Ärztekammer beklagt Wartezeiten für Schilddrüsen-Patienten

Die Wiener Ärztekammer kritisiert die - offenbar zum Teil exorbitanten Wartezeiten - für Schilddrüsenpatienten. Diese würden in Wien zwischen sechs Monaten und einem Jahr betragen. Betroffen seien viele: Etwa jeder dritte Erwachsene hat demnach Knoten in der Schilddrüse. Hinweise, ob diese bösartig oder gutartig sind, gebe der betreffende Test, genannt Szintigrafie.

Der Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, Johannes Steinhart, warnte in einer Aussendung: "Die Krankenkasse hat hier jahrelang weggesehen, während die Patienten in die Privatmedizin flüchten mussten. Nuklearmedizin im niedergelassenen Bereich muss daher endlich auf Krankenschein möglich sein."

Allerdings gebe es keine Nuklearmediziner mit Kassenpraxis. Dabei könnte angesichts der großen Zahl an Patienten ein großer Teil der Vordiagnostik außerhalb der Spitäler durchgeführt werden: "Ständig wird von der Stärkung des niedergelassenen Bereichs gesprochen, doch stattdessen drängt die Wiener Gebietskrankenkasse ihre Versicherten in überfüllte Krankenhäuser oder lässt sie selbst privat zahlen."

Die Ärztekammer forderte daher die "sofortige Schaffung" von Kassenplanstellen für das Fach Nuklearmedizin: "Die Patienten haben lange genug gewartet."

apa.at

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