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APA-Artikel 14. Juli 2017

Klagenfurter UKH übersiedelt auf das Gelände des Klinikums

Das Klagenfurter Unfallkrankenhaus der AUVA übersiedelt auf das Gelände des Klinikums. Am Freitag wurde eine verbindliche Grundsatzvereinbarung zwischen AUVA und Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft unterzeichnet. Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) erwartet sich von der Kooperation ein qualitativ hochwertiges Traumazentrum, von dem vor allem die Patienten profitieren sollen.

Prettner bezeichnete die Zusammenarbeit bei einem Pressegespräch als "Herzstück der Gesundheitsreform". Für Traumapatienten sei es von großem Vorteil, wenn bei Komplikationen sofort auf die Expertise der anderen medizinischen Abteilungen zurückgegriffen werden könne. Es werde bessere medizinische Leistungen geben, aber auch ökonomische Vorteile. AUVA-Obmann Anton Ofner erklärte die Entscheidung für die Zusammenarbeit so: "Die Zeit, in der isolierte Unfallspitäler existieren konnten, ist in Wahrheit vorbei." Die AUVA werde die Chirurgie Ost erwerben und in den Umbau eine "namhafte Summe" investieren. In einer vergangenes Jahr vorgenommenen Kostenschätzung war von rund 57 Millionen Euro die Rede gewesen.

Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel sagte, der Kabeg-Aufsichtsrat habe ihm einstimmig das Pouvoir gegeben, die Kooperation umzusetzen. Bisher habe es Absichtserklärungen zu dem Thema gegeben, "jetzt haben wir den Point of no return überschritten". Nun gehe es an die Umsetzung, als erstes werde ein Gutachten erstellt, das den Kaufpreis für die Chirurgie Ost festlegen soll. Die Kabeg wird sich übrigens ein Rückkaufrecht sichern. Dann gelte es, die Detailplanungen anzugehen, es soll ja die Infrastruktur der Unfallchirurgie an die AUVA überbunden werden. Anästhesie und Röntgenabteilung könnten künftig von beiden gemeinsam genutzt werden, zudem werde laut Ofner das Facility Management für das UKH vom Klinikum übernommen.

Kündigungen soll es bei beiden Spitälern keine geben, das betonten Ofner und Gabriel unisono. Dass mittelfristig auch Personal eingespart wird, liege aber auf der Hand. Ein Problem, das sich zu Beginn der Kooperationsgespräche noch gestellt hatte, ist mittlerweile beseitigt. Nach der Erhöhung der Gehälter für die Ärzte des Klinikums liegen diese jetzt ziemlich genau auf dem Niveau der UKH-Mediziner. "Das hat sich erledigt", meinte Gabriel.

apa.at

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