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APA-Artikel 13. Juli 2017

Gynäkologe in Köln wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

Das Landgericht Köln hat einen Gynäkologen wegen sexuellen Missbrauchs von Patientinnen zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Laut Urteil vom Donnerstag nutzte der Mediziner seine Vertrauensstellung als Arzt gegenüber drei Patientinnen aus. Er habe die Behandlungen der Frauen genutzt, um sich selbst sexuell zu stimulieren.

Für das Gericht steht fest, dass der 63-Jährige die Patientinnen ohne medizinische Gründe mit Cremes oder Ölen den Intimbereich massiert hatte. Eine Patientin berichtete in ihrer Zeugenaussage von Suizidgedanken wegen des Missbrauchs. Ob eines der Opfer auch vergewaltigt worden war, konnte das Gericht nicht mit Sicherheit feststellen.

Neben der Freiheitsstrafe sprach das Gericht auch ein dreijähriges Berufsverbot gegen den Gynäkologen aus. Wegen der schweren Vorwürfe ruht dessen Zulassung bereits seit drei Jahren. Die Verteidigung kündigte nach der Urteilsverkündung an, in Revision zu gehen.

apa.at

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