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APA-Artikel 20. Juni 2017

Primärversorgung: FPÖ und Grüne skeptisch

Die Opposition kann mit dem Regierungsentwurf für das Primärversorgungsgesetz wenig anfangen. FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein sieht gar die "Abschaffung des Hausarztes" gekommen, für die sie SPÖ und ÖVP verantwortlich macht. Die Grüne Gesundheitssprecherin Eva Mückstein kritisierte, dass die Anstellungsmöglichkeit für Ärzte im Gesetz fehle.

Außerdem fehle weiterhin eine adäquate Berücksichtigung der nichtärztlichen Gesundheitsberufe, bemängelte Mückstein: "Das Gesetz bleibt diesbezüglich vollkommen unbestimmt und lässt alle Details zur Vertragsgestaltung offen."

Geradezu wütend reagiert Belakowitsch-Jenewein auf den Entwurf. Die Kluft zwischen medizinischer Economy-Class und Business-/First-Class werde mit der Primärversorgung noch größer. Für die "Holzklasse"-Patienten heiße das Gesetz nämlich mittelfristig nur zweierlei: "Erstens wird es keinen Hausarzt des jahrelangen Vertrauens mehr für sie geben. Und zweitens werden die Sozialversicherungsträger via Primärversorgungszentren ganz leicht den Sparstift bei der Behandlung ansetzen können."

Zufrieden ist dagegen der SPÖ-Pensionistenverband. Durch die Primärversorgungszentren mit ihren in der Regel deutlich längeren Öffnungszeiten könnten Wartezeiten verringert und Spitalsambulanzen entlastet werden, erwartet Vizepräsident Rudolf Edlinger.

apa.at

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