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APA-Artikel 19. Juni 2017

Primärversorgung - Dem Gesundheitsausschuss zugewiesen

Die von SPÖ und ÖVP nach zähen Verhandlungen eingebrachte Initiativantrag für ein Primärversorgungsgesetz ist am Montag im Nationalrat dem Gesundheitsausschuss zugewiesen worden. Der Beschlussfassung im Plenum kommende Woche steht damit nichts mehr im Wege.

Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) zeigte sich über die Einigung hoch erfreut. Die regionalen Gesundheitszentren seien eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft, meinte sie in einer schriftlichen Stellungnahme.

Man stelle die bestmögliche Gesundheitsversorgung für die Menschen sicher: dazu gehörten gute Erreichbarkeit, längere Öffnungszeiten und umfassende Leistungen für die Patienten. "Gleichzeitig bekommen unsere Hausärzte und die Gesundheitsberufe modernere Arbeitsbedingungen, sie profitieren von der Teamarbeit, können sich besser spezialisieren und leichter vernetzen und austauschen", so Rendi-Wagner.

Zufrieden war auch SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger, der mit der ÖVP verhandelt hatte: "Damit wird die allgemeinärztliche Versorgung der Bevölkerung für die Zukunft abgesichert." Er erinnerte daran, dass 200 Mio. Euro bis 2020 aus Mitteln der Länder und der Sozialversicherung für die Primärversorgung in weiteren 75 Einheiten zusätzlich zu den drei Pilotprojekten zweckgewidmet sind - und das unter Einbindung der nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe.

Ablehnung kam von der FPÖ. "Die Primärversorgung ist ein trojanisches Pferd für Patienten und Ärzte", meinte Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein in einer Aussendung. Sie ziele mittelfristig darauf ab, das bewährte System des Hausarztes sukzessive auszuhöhlen. NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker sah einen parteipolitischen Schnellschuss. Nach wie vor gebe es keine Möglichkeit für Ärzte, andere Ärzte einzustellen.

apa.at

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